Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik hat gemeinsam mit dem Programm Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes neue Ergebnisse des Cybersicherheitsmonitors 2026 veröffentlicht.
Laut der repräsentativen Untersuchung war innerhalb der vergangenen zwölf Monate jede zehnte befragte Person von Internetkriminalität betroffen. Besonders häufig nannten die Teilnehmer Betrug beim Onlinehandel oder Onlinebanking, Phishing-Angriffe sowie unbefugte Zugriffe auf Benutzerkonten. Die Behörden erklären zudem, dass sich viele Menschen erst mit digitaler Sicherheit beschäftigen, wenn bereits ein Schaden eingetreten ist.
Die Studie zeigt deutliche Defizite beim Schutzverhalten. Nur 14 Prozent der Befragten informieren sich regelmäßig über Cybersicherheit, während sich 40 Prozent erst im Problemfall mit dem Thema befassen. Selbst grundlegende Schutzmaßnahmen bleiben vielen unbekannt. Starke Passwörter und Antivirenprogramme kennen jeweils nur etwas mehr als die Hälfte der Teilnehmer.
Die Folgen solcher Straftaten fallen für Betroffene oft spürbar aus. 88 Prozent berichteten von Schäden, ein Drittel erlitt finanzielle Verluste.
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik und das Programm Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes erweitern nach eigenen Angaben deshalb ihre Informationsangebote. Ergänzend zur Studie stellen beide Stellen neue Checklisten für Fälle von Betrug beim Onlinehandel und Identitätsdiebstahl bereit.
Für den Cybersicherheitsmonitor befragten die Initiatoren Anfang Januar 2026 bundesweit 3.060 Personen ab 16 Jahren.




