StarlingX 12.0 stellt sich breiter auf

Die StarlingX-Community hat StarlingX 12.0 veröffentlicht.

Die StarlingX-Community hat StarlingX 12.0 veröffentlicht. Während StarlingX seine Wurzeln in der Welt der Telekommunikation hat, festigt Version 12.0 nach Angaben der Entwickler seine Position als universell einsetzbare, verteilte Cloud-Plattform.

Seit Jahren fungiert StarlingX als Rückgrat für 5G-Rollouts und Telekommunikationsinfrastrukturen mit extrem niedriger Latenz, berichten die Anbieter. Diese Spezialität behält StarlingX bei, will aber mit StarlingX 12.0 eine breitere Zielgruppe ansprechen und die Stabilität eines Systems auf Carrier-Grade-Niveau, gepaart mit der Flexibilität eines modernen Open-Source-Cloud-Stacks anbieten.

Neuerungen gibt es unter anderem bei der Authentifizierung. Bislang verfügte die Plattform nach Angaben der Entwickler über eine fragmentierte Lösung; diese wurde nun konsolidiert, indem auf einen einzigen OpenID Connect (OIDC)-Proxy gesetzt wird, der fortan alle authentifizierten Endpunkte bedient.

Auch bei den Protokollen gibt es einen Schwenk hin zur breiteren Masse. Das Precision Time Protocol (PTP) stelle eine unverzichtbare Komponente dar, auf die der Telekommunikationssektor angewiesen sei, heißt es in der Ankündigung. Auch in Anwendungsfällen wie der industriellen Automatisierung, der Stromnetzverwaltung, dem Hochfrequenzhandel und weiteren Bereichen komme PTP zum Einsatz. Das Release 12.0 führt jetzt den „Partial Timing Support“ (PTS) ein. Dieser ermöglicht laut den Entwicklern die Nutzung von PTP auch in Systemen, die Komponenten ohne eigene PTP-Fähigkeiten enthalten. Anwender können PTP somit auch in Umgebungen implementieren, die noch nicht vollständig aufgerüstet wurden und bei denen folglich noch nicht jeder Knoten über diese Funktionalität verfügt.

Die neue Version von StarlingX basiert auf dem Kernel v6.12.57, unterstützt Kubernetes bis zur Version 1.34, stellt OpenStack Epoxy bereit und hält Updates für die Plugins von Intel, Nvidia und Broadcom bereit. Zudem wird nun NetApp als Speicher-Backend unterstützt – wahlweise als eigenständige Lösung oder in Kombination mit Ceph.

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