Incus 7.0.0 LTS erhält länger Support und streicht Altlasten

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Der Manager für Container und virtuelle Maschinen liegt in einer neuen Version vor, die das Entwicklerteam besonders lange pflegen möchte. Mit ihr steigen gleichzeitig die Systemanforderungen, zudem gibt es kleinere Änderungen am CLI.

Das Incus-Team unterscheidet zwei verschiedene Release-Arten: LTS-Fassungen erhalten eine besonders lange Pflege, während die ungefähr einmal im Monat erscheinenden Feature-Releases vor allem neue Funktionen mitbringen. Zur bislang einzige LTS-Fassung in Form der Version 6.0 gesellt sich jetzt Incus 7.0 hinzu. Gleichzeitig wechselt Incus 6.0 LTS in die zweite Lebensphase, in der das Tool nur noch Sicherheitskorrekturen erhält.

Insgesamt pflegen die Entwickler eine LTS-Fassung fünf Jahre, Incus 7.0 LTS erhält bis zum Juni 2031 Updates. In den ersten beiden Jahren können dabei noch kleinere „Usability“-Verbesserungen hinzukommen. Aktualisierungen erhöhen dabei die dritte Stelle der Versionsnummer. Steht an der zweiten Stelle keine 0, handelt es sich um ein Feature-Release. Incus 7.0 LTS folgt daher auf das Feature-Release Incus 6.23.

Gegenüber dieser Version hebt Incus 7.0 LTS zunächst die Systemanforderungen an. Unter anderem setzt das Tool mindestens den Linux-Kernel 6.12, QEMU 8.2 und LXC 6.0.0 voraus. Die neue Version unterstützt zudem nicht mehr die CGroupV1 sowie iptables, ip6tables und ebtables. Sie alle galten bereits als veraltet (deprecated).

Incus speichert seine Daten in einem S3-kompatiblen Speicher. Die Version 6.23 spannte dazu noch MinIO ein. Nach der Einstellung des MinIO-Projekts implementierten die Incus-Entwickler kurzerhand einen eigenen S3-Listener. Dies hat zur Folge, dass Incus bestehende Buckets mit den Daten zunächst konvertieren muss. Das geschieht zwar automatisch, kann aber abhängig von der Bucket-Größe eine Weile dauern.

Backups soll eine NBD-Schnittstelle und APIs zur Erstellung von sogenannten Dirty Bitmaps erleichtern. Des Weiteren kann man die Storage Pools auf bestimmte Projekte einschränken. Dazu existiert die neue Einstellung „restricted.storage-pools.access“. Sie nimmt eine kommaseparierte Liste mit Storage-Pools entgegen, auf die das entsprechende Projekt zugreifen kann.

Auch am Kommandozeilenprogramm „incus“ haben die Entwickler geschraubt. So verstehen „incus file push“ und „incus file pull“ einige von „cp“ bekannte Parameter, wie etwa „-r“, das einen rekursiven Dateitransfer anknipst. „incus image copy“ kennt zudem den Parameter „–reuse“.

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