Pebble 2 Duo ist bereits ausverkauft. Wer eine will, muss auf den Gebrauchtmarkt ausweichen. Unser Langzeittest zeigt, was die wiederbelebte E-Paper-Smartwatch kann, wo sie schwächelt und warum sie trotzdem eine Daseinsberechtigung hat.
Wer sich mit der Geschichte von Smartwatches beschäftigt, kommt an Pebble nicht vorbei. Im Jahr 2012 sammelte Gründer Eric Migicovsky über Kickstarter damals rekordverdächtig mehr als zehn Millionen US-Dollar ein, und lieferte Anfang 2013 – fast drei Jahre vor der ersten Apple Watch – eine der ersten wirklich brauchbaren Smartwatches aus. Die Pebble setzte von Anfang an auf ein E-Paper-Display, das die Uhrzeit permanent anzeigte, wochenlang mit einer Akkuladung auskam und bei Sonnenlicht hervorragend abzulesen war. Kein Touchscreen, keine bunten Animationen, dafür ein Gerät, das in erster Linie eine Uhr war, nur eben eine smarte.
Nach zwei Modellgenerationen, der originalen Pebble, der Pebble Time mit Farbdisplay und der Pebble 2, ging dem Unternehmen allerdings die Luft aus. Ende 2016 verkaufte Pebble seine Vermögenswerte an Fitbit. Die gerade erst erschienene Pebble 2 verschwand vom Markt und die Server wurden 2018 endgültig abgeschaltet. Fitbit wiederum wurde 2021 von Google übernommen, und das gesamte Pebble-Universum schien endgültig Geschichte zu sein.
Schien, denn eine engagierte Community namens Rebble hatte den Pebble-App-Store komplett gespiegelt und weiterbetrieben. Tausende Nutzer trugen ihre alten Pebbles weiterhin am Handgelenk, darunter auch Eric Migicovsky selbst, der seine Pebble eigenen Angaben zufolge nie abgelegt hat.
Die Wiedergeburt
Anfang 2025 gelang Migicovsky ein entscheidender Coup: Er überzeugte Google, das Pebble-Betriebssystem als Open Source freizugeben. PebbleOS war damit für jeden verfügbar. Mi...
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