Nach mehreren Monaten intensiver Entwicklungsarbeit hat das digiKam-Team die stabile Version DigiKam 9.0.0 veröffentlicht. Die neue Hauptversion des Bildverwaltungsprogramms bringt umfangreiche Verbesserungen bei Leistung, Bedienbarkeit und Workflow – mit besonderem Fokus auf eine modernisierte Oberfläche, bessere Metadatenverwaltung und erweiterten Support für Kameras und Dateiformate.
Ein zentraler Meilenstein der neuen Version ist die vollständige Portierung des Kerncodes auf Qt 6.10.1 für die AppImage- und MacOS-Pakete. Dadurch profitiert DigiKam von moderneren Framework-Funktionen, höherer Sicherheit sowie einer besseren Kompatibilität mit aktuellen Betriebssystemen.
Auch die interne RAW-Verarbeitung wurde aktualisiert: Die integrierte LibRaw-Engine läuft nun in Version 20260215 und erweitert die Unterstützung für zahlreiche neue Kameramodelle. Fotografen können dadurch mehr aktuelle Geräte direkt in DigiKam einbinden.
Die Software bietet jetzt mehr Kontrolle über die Darstellung von Zeitinformationen. Nutzer können das Datumsformat im gesamten Programm individuell anpassen, einschließlich der Option, Sekunden im Aufnahme-Zeitstempel anzuzeigen. Das erleichtert präzisere Sortierung und Archivierung von Fotos.
Die Willkommensseite wurde komplett neu gestaltet und präsentiert sich nun in einem moderneren Layout. Ziel ist eine intuitivere Einführung für neue und bestehende Nutzer. Technisch wurde dabei ein wichtiger Umbau vorgenommen: Die bisherige Vorschau-Implementierung auf Basis des Bootstrap-Webframeworks und des QtWebEngine-Moduls – die insbesondere unter Windows zu Instabilitäten führen konnte – wurde vollständig durch nativen C++/Qt-Code ersetzt.
Eine kleine, aber praktische Neuerung betrifft die Organisation von Bildern: Farbetiketten lassen sich jetzt direkt umbenennen, indem Nutzer in der „Labels“-Registerkarte der linken Seitenleiste auf den Text doppelklicken. Zur besseren Übersicht sind die Namen auf 32 Zeichen begrenzt.
Mit Version 9.0.0 setzt DigiKam damit auf modernere Technik, stabilere Oberflächen und mehr Flexibilität im täglichen Foto-Workflow.






