Vom Kaffeeautomaten bis zum Scheibenwischer im Auto – allerlei Geräte lassen sich mit Rust und einem Mikrocontroller steuern. Embedded Software ist dabei eine eigene Welt ohne Betriebssystem und mit besonderen Spielregeln.
Wie auf der zentralen Webseite zur Programmiersprache Rust (https://rust-lang.org) zu lesen ist, hat sich im Jahr 2018 die Rust-Community entschlossen, vier Bereiche besonders zu unterstützen: Kommandozeilen-Tools, WebAssembly für Anwendungen im Netz, Netzwerkprogrammierung und Embedded, also das Erstellen von Software für Mikrocontroller zur Gerätesteuerung.
Wovon ich von diesen vier genannten Punkten am wenigsten Ahnung hatte, ist Embedded Programming. Ich hatte bisher weder die Gelegenheit, für die Autoindustrie zu arbeiten noch irgendwelche Küchengeräte zu steuern. Aber interessieren würde mich dieser Anwendungsbereich für Rust auf jeden Fall auch. Alles klar, damit war die nächste Challenge gefunden und angenommen.
Mikrocontroller
Die erste Hürde lag im Beschaffen passender Hardware, denn ein Desktop-Rechner allein genügt nicht zur Gerätesteuerung. Da ich zu Hause keinen Platz für ein komplettes Auto mit entsprechenden Steuergeräten habe und mir die Industrie wahrscheinlich auch keines kostenlos leihen würde, entschied ich mich für etwas relativ Kleines und Kostengünstiges: Den BBC micro:bit [1]. Das ist eine einfache Platine mit Mikrocontroller, Buttons und Sensoren (Abbildung 1), die man mit dem eigenen Rechner per USB verbinden kann. Der BBC micro:bit entstand vor einigen Jahren in Großbritannien als einfaches, kostengünstiges Unterrichtsmaterial (Abbildung 2) für Schulen.

Abbildung 1: Die Bildungsplatine BBC micro:bit mit Microprozessor und Schnittstellen stammt aus Großbritannien, erfreut sich aber inzwischen rund um den Globus g...
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