Aus Linux-Magazin 04/2026

Pebbles turbulentes erstes Jahr: Auslieferung, Eskalation, Expansion

© Eric Migicovsky /Core Devices

Ein Jahr nach der Ankündigung des Pebble-Neustarts hat Core Devices geliefert: Tausende Uhren wurden verschickt, die Software ist quelloffen, und zwei weitere neue Produkte stehen in den Startlöchern. Wir blicken auf die turbulenten Monate seit dem Design-Reveal der Pebble Time 2.

Für alle, die die Smartwatch-Geschichte der 2010er-Jahre nicht verfolgt haben: Pebble war der Pionier, der im Jahr 2012 mit einer rekordverdächtigen Kickstarter-Kampagne die Kategorie der modernen Smartwatches mitbegründete. Die Philosophie sah von Anfang an anders aus als bei der späteren Konkurrenz: E-Paper-Displays statt OLED, wochenlange Akkulaufzeit statt täglichem Laden, physische Tasten statt reiner Touchbedienung. Dazu kam eine offene Entwicklerplattform, die über 15 000 Apps und Watchfaces hervorbrachte.

Nach dem Aus der ursprünglichen Pebble Technology Corp. Ende 2016 – die Assets gingen an Fitbit, später an Google – hielt die Community die Plattform am Leben. Im Januar 2025 dann die Überraschung: Google veröffentlichte PebbleOS unter einer Open-Source-Lizenz. Im März kündigte Gründer Eric Migicovsky an, mit einer neuen Firma namens Core Devices neue Pebble-Uhren zu bauen.

Von 180 auf 5

Um die Dimension des Pebble-Neustarts zu verstehen, lohnt ein Blick auf die Zahlen: Pebble Technology Corp. beschäftigte auf dem Höhepunkt 180 Vollzeitmitarbeiter. Das heutige Core Devices besteht aus fünf Personen, einschließlich Eric Migicovsky selbst. “Warum nicht einfach mehr Leute einstellen?”, fragt Migicovsky rhetorisch in einem seiner Blogposts. “Nun, das ist einer der Gründe, warum die ursprüngliche Firma nicht mehr existiert.”

Das alte Pebble-Unternehmen hatte über 15 Millionen US-Dollar allein in die Firmware-Entwicklung investiert, mit durchschnittlich 20 Ingenieuren über vier ...

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