Regelmäßiges Auditieren und Härten von Systemen ist Pflicht, wenn man eine breite Fülle an Linux-Servern betreibt. Glücklicherweise gibt es dafür viele etablierte Werkzeuge.
Spätestens seit dem Boom Linux-basierter Container-Technologie sprießen immer neue Werkzeuge zum Auditieren und Härten von Systemen aus dem Boden – doch auch betagte Werkzeuge können weiterhin nützlich sein. OpenSCAP [1] ist eines davon und ermöglicht es, Systeme umfassend zu analysieren. Zusätzlich liefert es konkrete Verbesserungsvorschläge.
Hinter OpenSCAP steckt eine freie Implementation des SCAP-Standards (Security Content Automation Protocol). Es dient der Vulnerability- und Compliance-Messung und zielt darauf ab, die Konformität von Systemen auf einer Skala zwischen 0 und 100 Prozent abzubilden. Mitte der 2000er-Jahre aufgrund wachsender Nachfrage hinsichtlich IT-Standardisierung entstanden, startete das NIST (National Institute of Standards and Technology) die Initivative. Seit der ersten Version im Jahr 2007 wurde das Framework sukzessive erweitert.
Komponenten
SCAP versteht sich als Baukasten, der aus zahlreichen Komponenten besteht. Ein wichtiger Baustein ist die internationale CVE-Datenbank [2] (Common Vulnerabilities and Exposures). Seit 1999 dokumentiert sie Softwareschwachstellen und vergibt dafür eindeutige Bezeichnungen. Diese Informationen bilden die Basis für sicherheitsrelevante Berichterstattung und unterstützen nachhaltiges Patch-Management. Die fortlaufenden Nummern entsprechen dem Format CVE-YYYY-XXXX, wobei Y für das Erscheinungsjahr einer Schwachstelle steht und X die eigentliche Lücke beziffert. Die Nummern vergeben insgesamt 480 Schiedsstellen [3] (CVE Numbering Authorities). Unter ihnen befinden sich zahlreiche große Unternehmen wie GitHub, RedHat und Cisco, ...
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