Der ehemalige Chef von Microsofts Entwicklerplattform Github, Thomas Dohmke, plant mit seinem Start-up Entire eine neue Plattform, speziell für die Zusammenarbeit zwischen menschlichen Entwicklern und KI-Agenten.
Dohmke hat dafür bereits 60 Millionen Dollar von Investoren eingesammelt, darunter sind bekannte Namen wie Wagniskapitalgeber Felicis aus San Francisco, Microsofts Finanzierungsarm M12, Y-Combinator-Chef Garry Tan, Datadog-Gründer Olivier Pomel oder der deutsche Wagniskapitalgeber Cherry Ventures. Entire wird mit 300 Millionen Dollar bewertet. Nach Dohmkes Vorstellungen soll es die “nächste globale Entwicklerplattform” werden.
Existierende Entwicklerplattformen seien für Menschen gemacht, meint Dohmke. Aber diese Zeit sei vorbei. “Wir leben in einem Agenten-Boom”, erklärt er in einem Interview mit dem Handelsblatt. “Agenten können massive Mengen an Code schneller generieren, als das ein Mensch nachvollziehen könnte.” “Die Wahrheit ist: Unser manuelles System der Softwareprogrammierung war niemals für die KI-Ära konzipiert.”
Zum Start von Entire veröffentlicht das Start-up ein erstes Open-Source-Projekt namens Checkpoints. Es speichert automatisch den Kontext von KI-Agenten wie Claude Code von Anthropic oder Gemini CLI von Google zusammen mit dem generierten Code in dezentralen Git-Repositories. So soll man noch Jahre später nachvollziehen können, wie eine bestimmte Codezeile zustandekam.




