Amazon, Alphabet, Meta und Microsoft stecken mehr als 500 Milliarden in KI

(C) unter Verwendung eines Motivs von Andrei Suslov / 123RF.com

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Die großen US-Tech-Konzerne haben für dieses Jahr schwindelerregende Investitionen in KI angekündigt. So will Google bis zu 185 Milliarden investieren, Amazon sogar 200 Milliarden. Das Geld fließt vor allem in den Bau neuer Rechenzentren, zu den Hardwareherstellern und zunehmend auch in die Energieversorgung.

Die Börsen betrachten die Rekordausgaben mit gemischten Gefühlen, muss sich doch erst erweisen, ob damit Einnahmen in ähnlicher Höhe zu erwirtschaften sind. Entsprechend fielen in der vergangenen Woche die Kurse von Amazon, Alphabet, Microsoft und Meta um jeweils rund vier bis acht Prozent. Damit haben allein diese vier großen US-Cloud- und KI-Anbieter binnen einer Woche fast eine Billion Dollar an Marktkapitalisierung eingebüßt.

Die Konzerne begründen die Investitionen mit hoher Nachfrage. So stieg der Auftragsbestand in Googles Cloud-Geschäft auf 240 Milliarden Dollar, auch Microsofts Azure Cloud ist um fast 40 Prozent gewachsen. Außerdem wollen sich die Tech-Giganten Grundstücke, Stromkapazitäten und Chips sichern, um von den Konkurrenten nicht abgehängt zu werden. Zwar steigen die Umsätze tatsächlich rasant – in der Cloud-Sparte von Alphabet beispielsweise um 48 Prozent im Quartal – dennoch erscheinen die Investitionskosten von den Umsätzen entkoppelt. Dennoch sehen die Konzerne im Moment die Möglichkeit, eine dominierende Marktposition zu erreichen und geben dafür ungebremst Geld aus.

Andererseits treibt der aggressive Wettbewerb die Preise – etwa auf dem Markt für Speicherchips, wo Preissteigerungen von bis zu 400 Prozent zu beobachten sind. Das erhöht die Kosten und senkt wiederum die Rendite. Es bleibt daher eine hochriskante Wette, ob sich die investierten Milliarden tatsächlich wieder einnehmen lassen.

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