Anthropic gewinnt Allianz-Konzern als Großkunden

(C) unter Verwendung eines Motivs von Andrei Suslov / 123RF.com

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Anthropic, einer der großen KI-Konzerne und Konkurrent von OpenAI, hat bekanntgegeben, dass er mit der Allianz eine der weltweit größten Versicherungen als Kunden gewonnen hat.

Im Zuge einer weltweiten Partnerschaft will die Allianz die Sprachmodelle von Anthropic für Recherchen, Analysen und die Abfrage interner Wissensbestände nutzen. Darüber soll Claude Code in der internen Softwareentwicklung verwendet werden. Auch an agentische KI zur teilweise autonomen Bearbeitung von Prozessen bei der Erfassung von Dokumenten oder der Schadensregulierung etwa in der Kfz-Versicherung ist gedacht. Dabei sind strenge Vorgaben einzuhalten, damit die Entscheidungen rechtssicher und nachvollziehbar bleiben.

Anthropic gewinnt mit der Allianz einen weiteren Großkunden nach Accenture oder Deloitte und baut sein Europageschäft aus. Dafür hat Anthropic im vergangenen November bereits ein Büro in München eröffnet. Außerdem strebt man eine neue Finanzierungsrunde an, in der die Firma mit etwa 350 Milliarden Dollar bewertet werden soll und damit zur zweitwertvollsten KI-Firma nach OpenAI aufsteigt.

Wie das Handelsblatt berichtet umgarnten auf der diesjährigen CES auch andere US-Tech-Firmen wie Nvidia, AWS oder Qualcom deutsche Traditionsfirman wie die Autobauer Mercedes-Benz und Volkswagen, die sie als Abnehmer ihrer Chips und Software etwa im Kontext des autonomen Fahrens brauchen.

Nachtrag: Die Kundendaten einer Versicherung sind immer sensible Daten. Deshalb hat das Linux-Magazin die Allianz um eine Stellungnahme gebeten, ob und wie genau sie diese Daten bei einer Verarbeitung durch KI-Modelle von Anthropic schützt. Wir haben diese Antwort erhalten:

Die Allianz schützt sensible Kundendaten durch strenge technische und organisatorische Maßnahmen – unabhängig davon, ob ein Service in Allianz-Umgebungen oder bei einem zertifizierten Partner betrieben wird. Dazu gehören durchgängige Verschlüsselung (in Transit, at Rest, ggf. auch zur Laufzeit), konsequente Datenminimierung, klare Zugriffs- und Rollenmodelle sowie Auditierbarkeit. Bei der Zusammenarbeit mit KI-Partnern teilen wir ausschließlich das für die Leistungserbringung notwendige Minimum an Informationen und stellen vertraglich wie technisch sicher, dass diese nicht für das Training von Modellen verwendet werden (Zero-Retention / No-Training). Zudem behalten wir jederzeit die Kontrolle über unsere Daten und können sie aus Cloud-Services zurückziehen. Für besonders sensible Anwendungsfälle setzen wir weiterhin auf unsere ‘human-in-the-loop’-Prinzipien: komplexe Entscheidungen bleiben in Verantwortung unserer Kolleginnen und Kollegen.”

 

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