In Red Hat OpenShift AI wurde eine gefährliche Schwachstelle entdeckt, die es Angreifern erlaubt, die gesamte Infrastruktur unter ihre Kontrolle zu bringen.
OpenShift AI ist eine Plattform für die Verwaltung des Lebenszyklus von prädiktiven und generativen Modellen der künstlichen Intelligenz (GenAI) im großen Maßstab und in hybriden Cloud-Umgebungen. Sie erleichtert auch die Datenerfassung und -aufbereitung, das Modelltraining und die Feinabstimmung, den Betrieb und die Überwachung von Modellen sowie die Hardwarebeschleunigung.
Die Schwachstelle, die als CVE-2025-10725 geführt wird, hat einen CVSS-Wert von 9,9 von maximal 10,0. Sie wurde von Red Hat als “wichtig” und nicht als “kritisch” eingestuft, da ein entfernter Angreifer authentifiziert sein muss, um die Umgebung zu gefährden.
Ein Angreifer mit wenigen Rechten, der aber Zugriff auf einen authentifizierten Account hat — beispielsweise ein Datenwissenschaftler, der mit einem Jupyter Notebook arbeitet — kann seine Rechte so ausweiten, dass er zu einem vollwertigen Cluster-Administrator wird. Damit lägen die komplette Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit des Clusters in seiner Hand. Der Angreifer könnte sensitive Daten stehlen, den Betrieb unterbrechen und die darunterliegende Infrastruktur kontrollieren.
Betroffen sind die Versionen Red Hat OpenShift AI 2.19, Red Hat OpenShift AI 2.21 und Red Hat OpenShift AI (RHOAI). Zur Milderung möglicher Folgen rät Red Hat, keine weitreichenden Berechtigungen für Gruppen auf Systemebene zu gewähren. Die Berechtigung zur Erstellung von Jobs sollte nach dem Prinzip der geringsten Privilegien nur bestimmten einzelnen Benutzern oder Gruppen auf einer detaillierteren, bedarfsgerechten Basis erteilt werden.




