Aus Linux-Magazin 11/2025

Bedrohungen mittels KI frühzeitig erkennen

© Khadija Akter Nazma / 123RF.com

KI soll Admins dabei helfen, proaktiv gegen Bedrohungen vorzugehen. In der Praxis funktioniert das allerdings eher schlecht als recht. Gute Lösungen sind rar, und auch bei freier Software finden sich nur Bausteine.

Die Sicherheit von IT-Setups ist eines der komplexesten Themen überhaupt. Software wird von Menschen geschrieben, zumindest im Moment noch. Diese Menschen machen Fehler, die sich ausnutzen lassen, um unerlaubten Zugriff auf nahezu jede Art von IT-Ressource zu erhalten. Hinzu kommt, dass Angriffsszenarien immer vielfältiger und ausgefeilter werden. Das liegt nicht zuletzt daran, dass Staaten in aktuellen Kriegen das Internet als digitales Schlachtfeld missbrauchen. Staatlich gestützte Hacker operieren mit praktisch beliebigem Budget und rekrutieren damit sehr schlaue Köpfe.

Entsprechend ist die Dimension der Bedrohung, der sich digitale Setups heute ausgesetzt sehen, eine völlig andere als noch vor zwanzig Jahren, als vielerorts die berühmt-berüchtigten Skript-Kiddies den Ton angaben. Seinerzeit sahen Anbieter die größte Gefahr vor allem in koordinierten DDoS-Attacken (Distributed Denial-of-Service). Die zielten darauf ab, einen Dienst durch gezielte Überlastung für eine Weile abzuschalten. Heute dagegen gilt eine Attacke erst als erfolgreich, wenn die Angreifer sich unmittelbaren Zugriff auf Systeme verschaffen, Daten stehlen und dabei schlimmstenfalls noch unerkannt bleiben.

Entsprechend haben sich beim Thema IT-Sicherheit die Gewichte verschoben, der Faktor Prävention spielt eine viel größere Rolle als früher. Gaben sich Administratoren in der Vergangenheit häufig damit zufrieden, bereits stattfindende Angriffe zu erkennen und abzuwehren, gilt heute der Grundsatz der Prävention. So will man Bösewichten bereits das Handwerk legen, bevor sie Schad...

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