Der „Startup-Report 2025“ des Digitalverbandes Bitkom gibt einen Überblick über die Einschätzung der deutschen Startup-Szene zur wirtschaftlichen Lage, Entwicklung der Beschäftigung und Finanzierungsbedingungen.
Fast alle Startups in Deutschland sind bereit, Mitarbeiter am Unternehmen zu beteiligen. Bislang nutzen 40 Prozent diese Möglichkeit, weitere 47 Prozent können sich das für die Zukunft vorstellen. Nur 8 Prozent beteiligen ihre Beschäftigten nicht am Unternehmen und schließen das auch künftig aus. Das sind Ergebnisse einer Befragung von 152 Tech-Startups in Deutschland im Auftrag des Digitalverbands Bitkom, die heute im „Startup-Report 2025“ (PDF) veröffentlicht wurden.

Herausforderungen für Startups. Quelle: Bitkm
Tech-Milliardär Elon Musk, der weiterhin stark polarisiert, ist für 17 Prozent in seiner Rolle als Gründer weiterhin ein Vorbild. Demgegenüber meint eine Mehrheit von 59 Prozent, dass Musk dem Ansehen von Tech-Startups schade. 15 Prozent wollen, dass sich Gründerinnen und Gründer grundsätzlich aus der Politik raushalten. Stark ausgeprägt ist im Übrigen die Ablehnung der neuen US-Politik in der deutschen Startup-Szene: Nur 3 Prozent hätten gerne einen Politiker wie Donald Trump in Deutschland.
Nur 3 Prozent der Startup-Gründerinnen und -Gründer würden nicht noch einmal gründen. Auch würden 63 Prozent im Fall einer weiteren Startup-Gründung in Deutschland bleiben, während etwa ein Fünftel (22 Prozent) zwar wieder gründen würde, beim nächsten Mal allerdings an einem Standort außerhalb von Deutschland.
Weitere Ergebnisse in Zahlen:
- Die wirtschaftliche Lage wird zurückhaltend eingeschätzt: 41 Prozent nehmen die allgemeine Situation für Startups als verschlechtert wahr, nur 21 Prozent als verbessert.
- Die durchschnittliche Beschäftigtenzahl liegt bei 13.
- Für Startups sind Bürokratie (63 Prozent), Vertrieb und Kundengewinnung (61 Prozent) sowie Kapitalbeschaffung (52 Prozent) die größten Herausforderungen.
- Der durchschnittliche Wagniskapitalbedarf liegt bei 2,5 Millionen Euro – 79 Prozent der Startups mit Kapitalbedarf halten es für wahrscheinlich, das Geld in den nächsten zwei Jahren einzuwerben.
- Künstliche Intelligenz ist inzwischen Standard: 82 Prozent der Startups setzen KI ein, 63 Prozent in internen Prozessen und 62 Prozent in ihren Produkten.
- 63 Prozent der Startups sehen übertriebene Regulierung als Grund, warum Produkte wie ChatGPT nicht in der EU entwickelt werden. 45 Prozent erwarten Einschränkungen durch den AI Act, und 43 Prozent befürchten dadurch Wettbewerbsnachteile gegenüber Startups aus den USA oder China.
Grundlage für den Report ist eine Befragung von 152 Tech-Startups, durchgeführt von Bitkom Research in den Kalenderwochen 12 bis 21 2025. Die Umfrage ist nicht repräsentativ.




