Aus Linux-Magazin 10/2025

Aktuelle Entwicklungen beim Projekt Longhorn im Überblick

© alphaspirit / 123RF.com

Suse treibt die Entwicklung beim Projekt Longhorn stetig voran. Mit Hochdruck arbeiten die Entwickler derzeit an der Longhorn Engine V2, einem neuen Unterbau auf Grundlage von SPDK, Intels Bibliothek für den flotten Zugriff auf NVMe-basierte Speichergeräte.

Suse und Storage-Appliance-Produkte – das war in der Vergangenheit selten eine runde Sache. Das beste Beispiel dafür ist der freie Objektspeicher Ceph: Den propagierte Suse erst begeistert und vermarktete ihn in Form eines eigenen Produkts namens Suse Enterprise Storage. Nachdem jedoch Verhandlungen zur Übernahme von Inktank, der Firma hinter Ceph, scheiterten und Red Hat sich das kalifornische Unternehmen einverleibte, gab man das eigene Ceph-Engagement zunächst ersatzlos auf. Später wendet man sich dem Thema Speicher doch wieder zu, nämlich nach dem Zukauf von Rancher: Zusammen mit dem Verwalter für Kubernetes-Installationen holte man sich in Nürnberg auch dessen Speicherlösung für Kubernetes ins Haus, Longhorn.

Hier beweist der Hersteller bisher zumindest in Teilen mehr Durchhaltevermögen: Unter der Führung Suses entwickelt sich Longhorn stetig weiter und wird schrittweise besser. Mittlerweile ist Longhorn, die Ursprungsversion des heutigen Suse Storage, allerdings ein CNCF-Projekt und steht damit unter der Obhut der Linux Foundation. Noch immer gibt Suse aber in Sachen Longhorn-Entwicklung den Ton an.

Im Linux-Magazin war Longhorn zuletzt Anfang 2023 Thema [1]. Seither hat sich beim Projekt eine Menge getan. Es gab viele Verbesserungen im Detail, aktuell arbeiten die Entwickler zudem an einem komplett neuen Unterbau. Der soll das Storage Performance Development Kit nutzen, eine von Intel entwickelte Bibliothek für den flotten Zugriff auf NVMe-Geräte. Die Entwickler versprechen sich davon massive Perfo...

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