KI-Branchenverbände in den USA versuchen eine Sammelklage von drei Buchautoren gegen Anthropic zu verhindern, der sich potenziell bis zu sieben Millionen weitere Kläger anschließen könnten, womit es die größte Sammelklage aller Zeiten werden würde.
Die Verbände argumentieren, das Problem sei zu komplex um im Wege einer Sammelklage gelöst zu werden, weil es extrem schwierig sei, die Rechte einer so hohen Anzahl von Klägern zu klären. Stattdessen bedrohe aber eine solche Klage nicht nur ein einzelnes KI-Unternehmen, sondern die gesamte Branche und Amerikas Wettbewerbsfähigkeit. Auch würde die Unsicherheit über KI-Training mit urheberrechtlich geschütztem Material nur weiter verstärkt. Sollte der Klage stattgegeben werden, könnten auf Anthropic Hunderte Milliarden Schadenersatzforderungen zukommen und das Verfahren könnte zu einem Präzedenzfall werden, dem dann viele weitere folgen.
Nach einem Urteil in erster Instanz wäre das KI-Training mit urheberrechtlich geschütztem Material zwar unter Fair-Use-Bedingungen zulässig, nicht aber der Download raubkopierter Bücher von Piratenseiten. Anthropic hat später zwar legal gekaufte Bücher gescannt, vorher aber mehr als sieben Millionen Titel eingelesen, ohne sich um die Rechtslage zu kümmern.




