Die leichtgewichtige und vor allem in Containern als Grundlage dienende Distribution Alpine Linux frischt in ihrer neuen Version vor allem zahlreiche Pakete auf. Zusätzlich gibt es ein paar kleine, je nach System aber wichtige Änderungen.
Aufpassen müssen unter anderem alle, die in den Bootvorgang eingreifen oder einen eigenen Kernel nutzen: Alpine Linux 3.22.0 ersetzt Gummiboot durch „systemd-efistub“. In der Folge unterstützt der „secureboot-hook“ nicht mehr den „gummiboot-efistub“. Tätig werden müssen daher alle, die in der Konfigurationsdatei „/etc/kernel-hooks.d/secureboot.conf“ den Eintrag „efistub_file“ geändert haben. Hintergrundinformationen zu diesem Tausch finden sich in den Release Notes von Alpine Linux 3.22.0.
Nicht mehr an Bord sind der Container-Manager LXD und das Qt5-Framework. Letzteres wird von seinen Entwicklern nicht mehr gepflegt, LXD wiederum musste zugunsten des Forks Incus gehen. Nutzer der Desktop-Umgebung KDE Plasma müssen ab sofort ohne die X11-Fassung auskommen – Alpine Linux unterstützt nur noch Wayland-Sitzungen.
Die übrigen Änderungen ergeben sich aus den aktualisierten Paketen. So verfügt etwa der Routing Daemon Bird 3.1 über eine neue Multi-Threading-Architektur. Mit dabei sind zudem Busybox 1.37.0, Linux 6.12, die GCC 14.2.0, LLVM 20, Nginx 1.28 und PHP 8.4.
Abschließend hat das Alpine-Team weiter am sogenannten /usr-Merge gearbeitet, bei dem einige Programme aus Verzeichnissen wie /bin, /lib und /sbin in ihre Pendants unter /usr verschoben werden. Wer sein bestehendes Alpine Linux aktualisiert, muss hier gegebenenfalls aufpassen.





