Die Distribution ALT Linux wechselt von der Desktop-Umgebung Mate zu Gnome, frischt die Basiskomponenten auf, bietet ein aufgehübschtes Theme, schraubt am Installationsassistenten und kann auf Systemen mit Nvidia-Grafikkarte weiterhin als Live-System arbeiten.
Letzteres gelingt, weil das Live-System die Nouveau-Treiber verwendet. Das installierte ALT Linux nutzt hingegen den proprietären Grafikkartentreiber von Nvidia.
Die augenfälligste Neuerung ist der Umstieg auf Gnome 47. Beim ersten Login am neuen System stellt das Fenster „ALT Tours“ zwei Betriebsmodi zur Wahl: Während der „GNOME Mode“ die Desktop-Umgebung lediglich mit einigen Erweiterungen aufbohrt, emuliert der „Panel Mode“ das Layout der Tenth Platform Workstation. Mit der Umstellung auf Gnome 47 geht auch ein Wechsel einiger Standard-Anwendungen im Dock einher. Dort steht jetzt etwa das GNOME Software Center als Softwareverwaltung parat. Chromium dient als Standardbrowser.
Den Installationsassistenten haben die Entwickler überarbeitet. So erfolgt die Softwareauswahl jetzt vor der Partitionierung der Datenträger. Der Assistent basiert zudem auf Qt6 und soll informativer sein. Sowohl der Assistent als auch GRUB zeigen jetzt einen Milchglaseffekt.
Unter der Haube arbeiten Linux 6.12 und Systemd 255.18. Entwickler erhalten die GCC 14. Abschließend hat das ALT-Linux-Team noch die Dokumentation überarbeitet.





