Die GCC-Entwickler haben mit GCC 15.1 eine neue Hauptversion ihrer Compiler-Sammlung angekündigt.
Zu den Neuerungen zählt die Ankündigung von Jakub Jelinek auf der Mailingliste, dass das C-Frontend jetzt standardmäßig auf den GNU C23-Dialekt eingestellt ist. Damit einher gehe allerdings, dass einige Codes dafür portiert werden müssen, eine Webseite gibt Aufschluss darüber. Daneben seien einige verbleibende C23-Features implementiert worden, ebenso wie einige neue C2Y-Features.
Das C++-Frontend bekam einige weitere C++26-Funktionen, einige fehlende C++23-Bits und Fehlerberichtsauflösungen implementiert. Die libstdc++-Bibliothek unterstützt insbesondere experimentell std- und std.compat-Module, mehr in constexpr-Funktionen verwendbare Algorithmen, flache Maps und Sets sowie std::format-Unterstützung für Container und andere Bereiche.
GCC implementiert zudem die Clang-Attribute “[[clang::musttail]]” und “[[clang::flag_enum]]” und ihre GNU-Gegenstücke mit der gleichen Bedeutung für die Frontends der C-Sprachfamilie. Unterstützung für die neuen Attribute “counted_by” und “nonnull_if_nonzero” haben die Entwickler ebenfalls hinzugefügt.
Das Fortran-Frontend bietet experimentelle Unterstützung für ganze Zahlen ohne Vorzeichen. GCC 15.1 hat ein neues COBOL-Frontend, das bisher nur auf einigen wenigen 64-Bit-Zielen unterstützt wird.
Die OpenMP-Unterstützung umfasst nun Metadirektiven, Tile- und Unroll-Konstrukte, Interop-Konstrukt und Dispatch-Konstrukt.
Der Vektorisierer kann jetzt Schleifen mit frühen Exits vektorisieren, wenn Array- oder Puffergrößen nicht statisch bekannt sind.




