Der Free Lossless Audio Codec (FLAC) wandelt Audio-Material in das gleichnamige Dateiformat. Das zugehörige Kommandozeilenprogramm beherrscht in der frisch veröffentlichten Version 1.5 erstmals Multithreading. Aber auch die Bibliotheken bringen Neues für Entwickler.
Auf Wunsch verteilt das Tool „flac“ seine Arbeit auf mehrere Threads, was wiederum den Encodier-Prozess drastisch beschleunigen kann. Die Anzahl der Threads können Anwender dabei über einen Parameter gezielt vorgeben. „flac“ hat zudem ein paar weitere Prüfungen spendiert bekommen. Unter anderem warnt es seinen Benutzer, wenn die Frame-Nummern innerhalb einer Datei nicht ansteigen.
Als weitere Neuerung kann FLAC 1.5 verkettete (chained) Ogg-Container mit FLAC-Material dekodieren. Verbessert haben die Entwickler die Dokumentation, wobei sich die Spezifikation des FLAC-Formats jetzt im RFC 9639 findet.
Über die Bibliotheken libFLAC und libFLAC++ sowie das Werkzeug „metaflac“ lassen sich auch die Metadaten in einer bestehenden FLAC-Datei ändern. Bisher überschrieben die genannten Komponenten dabei die Metadaten in der Datei. In der Version 1.5 erstellen sie auf Wunsch eine neue FLAC-Datei.
Apropos Bibliotheken: Deren Schnittstellen haben die Entwickler erweitert. Die libFLAC klettert daher auf die Version 14, die libFLAC++ trägt die Version 11. Unter anderem melden die Bibliotheken einen Fehler, wenn ein Frame fehlt. Verbessert hat sich zudem der Umgang mit Ogg-Dateien. So liefert beim Encodieren von Ogg-Containern mit FLAC-Material die dabei eingesetzte Callback-Funktion die Anzahl der Sample zurück – und nicht mehr stets nur eine 0. Wer noch eine alte Version der Bibliotheken verwendet, sollte einen Blick in den Porting Guide werfen, den die API-Dokumentation bereithält.





