Hunter, der erste von zwei geplanten neuen Supercomputern, geht jetzt im Höchstleistungsrechenzentrum der Uni Stuttgart (HLRS) in Betrieb.
Der neue Supercomputer basiert auf der Plattform HPE Cray EX4000 von Hewlett Packard Enterprise und ist ein Höchstleistungsrechner der Spitzenklasse. Hunter ermöglicht groß angelegte, hochmoderne Anwendungen für Simulation, künstliche Intelligenz (KI) und Datenanalyse. Er löst den bisherigen Höchstleistungsrechner Hawk ab und übernimmt auch dessen Rechenraum im Rechenzentrum. Hunter wird die Spitzenleistung des HLRS auf 39 PetaFLOPS erhöhen – eine enorme Steigerung der aktuellen Spitzenleistung von Hawk (26 PetaFLOPS). Bei diesem neuen System liegt der Schwerpunkt nicht mehr wie bei Hawk auf CPU-Prozessoren, sondern auf energieeffizienteren GPU-Beschleunigern. Hunter wird auf der AMD Instinct MI300A APU (Accelerated Processing Unit) basieren, die CPUs und Beschleuniger sowie Speicher mit hoher Bandbreite in einem einzigen Paket vereint. Durch die Verringerung des physischen Abstands zwischen den verschiedenen Prozessortypen und die Schaffung eines einheitlichen Speichers ermöglicht die APU eine schnelle Datenübertragungsgeschwindigkeit, beeindruckende Leistung, einfache Programmierbarkeit und sehr gute Energieeffizienz. Der Energiebedarf für den Betrieb von Hunter wird auch im Vergleich zu Hawk bei Spitzenleistung etwa 80 Prozent niedriger liegen.
In zwei Jahren soll dann Herder folgen, ein sogenanntes Exascale-System, das laut Uni die deutschen Kapazitäten im Bereich des Höchstleistungsrechnens (HPC) erheblich erweitern wird. Es wird in der Lage sein, Geschwindigkeiten in der Größenordnung von einer Trillion Gleitkommaoperationen pro Sekunde zu erreichen – ein gewaltiger Leistungssprung, der den Nutzern der Rechnerinfrastruktur am HLRS einige neue Anwendungsfelder eröffnen wird. Die endgültige Konfiguration des auf beschleunigten Chips basierenden Rechners wird bis Ende 2025 festgelegt werden.




