FLTK 1.4 unterstützt Wayland und HiDPI-Bildschirme

Mit dem Fast Light Toolkit (FLTK) entwickeln C++-Programmierer plattformübergreifende GUIs. Version 1.4 unterstützt Wayland und HiDPI-Bildschirme.

Mit dem Fast Light Toolkit (FLTK) entwickeln C++-Programmierer plattformübergreifende GUIs. Die Version 1.4 führt neue Widgets ein, arbeitet auch unter Linux auf HiDPI-Monitoren, ist zu Wayland kompatibel und verbessert den CMake-Support.

FLTK 1.4 erkennt jetzt auch unter Linux und Windows HiDPI-Monitore. Das Toolkit übernimmt dabei den Skalierungsfaktor des Systems. Die Fenster der FLTK-Anwendung lassen sich zudem vom Nutzer via [Strg]+[+] beziehungsweise [Strg]+[-] vergrößern beziehungsweise verkleinern.

Unter Linux arbeitet die FLTK-Bibliothek sowohl unter X11 als auch Wayland. Anwendungen müssen sich nicht darum kümmern, welches der beiden Systeme läuft: Sofern keine Wayland-Sitzung aktiv ist, wechselt FLTK automatisch zum X11-Modus.

Neu an Bord sind mehrere Widgets, die ein flexibles GUI-Layout ermöglichen. Dazu zählen unter anderem „Fl_Flex“ und „Fl_Grid“. Darüber hinaus haben die Entwickler einige existierende Widgets überarbeitet, wie etwa „Fl_Tabs“, „Fl_Tile“ und „Fl_Spinner“.

Abschließend unterstützt die neue Version das Build-System CMake besser. Mit dem früher beliebten Gespann aus Autotools, Configure und Make kann FLTK zwar noch umgehen, mit der nächsten Version 1.5 wird das allerdings nicht mehr der Fall sein. Um die FLTK-Bibliothek übersetzen zu können, ist jetzt mindestens CMake 3.15 erforderlich.

FLTK 1.4 soll „weitgehend“ zur Vorversion 1.3 kompatibel sein. Die meisten Programme dürften daher keine Anpassungen benötigen. Da sich allerdings das Application Binary Interface (ABI) geändert hat, müssen Entwickler ihren Quellcode einmal neu kompilieren. Alle an älteren Programmen notwendigen Änderungen fasst ein eigener Abschnitt in der Dokumentation zusammen.

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