Aus Linux-Magazin 12/2024

Open-Source-Geschäftsmodelle: Eine Übersicht

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Open-Source-Software hat sich in den letzten 30 Jahren zu einem zentralen Element der modernen IT-Infrastruktur entwickelt. Dieser Artikel beleuchtet, wie sich erfolgreiche Geschäftsmodelle darauf aufbauen lassen.

Es gibt nach wie vor zahlreiche Vorurteile gegenüber Open Source. So sagt man freier Software nach, sie sei nicht sicher, weil jeder den Code manipulieren könne. Ebenfalls hartnäckig hält sich die Behauptung, man könne mit Open-Source-Software kein Geld verdienen, weil sie ja nichts koste. Der Code würde von Nerds in deren Freizeit geschrieben, und jeder könne damit machen, was er oder sie möchte.

Ein global aufgestelltes Unternehmen beweist seit über zehn Jahren, dass man auf Basis von Open Source sogar Milliardenumsätze machen kann: Red Hat, das mit dem Subskriptionsmodell für sein Enterprise Linux einer der Marktführer weltweit ist. Andere Größen des IT-Weltmarkts wie Google oder Amazon setzen ebenfalls in großem Umfang Open-Source-Technologie ein und beteiligen sich aktiv an verschiedenen Projekten. Beispielsweise wurde Kubernetes, das Toolset für das Management von Containern, von Google initiiert, dann als Open Source freigegeben und anschließend von der Cloud Native Computing Foundation übernommen. Dennoch verdient Google mit Kubernetes immer noch eine Menge Geld, denn Services auf Basis von Kubernetes sind eines der am häufigsten genutzten Angebote im Cloud-Markt. Das heißt nicht, dass man mit Open Source automatisch unglaublich reich wird (das werden auch in anderen Bereichen nur die wenigsten), aber es zeigt, dass Open Source einen validen Ansatz für ein Business bietet.

Was ist Open Source?

Als Open-Source-Software bezeichnet man Software, deren Quellcode öffentlich zugänglich ist. Jeder kann über frei zugängliche Plattformen den Code einsehen, bearbeiten und weiterentwickeln. Diese Offenheit ermöglicht es Programmierern, weltweit gemeinsam an Projekten zu arbeiten, sie zu verbessern und die Software an individuelle Bedürfnisse anzupassen. Die entsprechenden Lizenzen stellen sicher, dass diese Freiheiten gewahrt bleiben [1].

Die Open Source Initiative hat eine umfassende Definition herausgegeben, in der sie den Grad der Nutzungsfreiheit, die Art der Lizenzierung und die Art der Zusammenarbeit am Code festschreibt. Die Freiheit, den Code auch zum Aufbau von Geschäftsmodellen nutzen zu können, muss man ebenso verteidigen wie die Freiheit derjenigen, die am Code arbeiten. Sie dürfen zu keiner Zeit diskriminiert werden [2]. Ergänzt werden diese Regeln auch durch die “Four Opens” der OpenInfra Foundation: Open Development, Open Design, Open Community und Open Source [3].

Die Freiheiten, die Open Source bietet und die schon im Grundgedanken der frei zugänglichen Software verankert sind, bieten für Anwender, Entwickler und Betreiber eine Vielzahl von Vorteilen. Aus ihnen ergeben sich aber auch Herausforderungen. Insgesamt kommen eine Vielzahl von Studien zu dem Schluss, dass die Vorteile überwiegen [4]. Machen Sie sich aber immer auch ein eigenes Bild.

FOSS: Die Vorteile

Einen entscheidenden Vorteil von Open Source stellt die Unabhängigkeit von einzelnen Herstellern dar. Wer Open Source nutzt, ist nicht an proprietäre Lösungen gebunden und kann den Quellcode nach eigenem Bedarf anpassen. Man ist damit auch nicht auf den Support eines einzelnen Herstellers angewiesen, sondern kann gerade bei verbreiteter Open-Source-Software häufig zwischen verschiedenen Dienstleistern auswählen. Das bewirkt eine größere Kontrolle über die eigene Software und bietet eine Wahlmöglichkeit zwischen Anbietern. Das stärkt die digitale Souveränität [5] und reduziert das Risiko eines Vendor-Lock-ins.

Die geteilte Entwicklung von Open-Source-Projekten führt darüber hinaus zu erheblichen Kosteneinsparungen. Mehrere Entwickler und Unternehmen arbeiten gemeinsam an der Software, teilen sich die Entwicklungskosten und profitieren von den Beiträgen der Community. Das beschleunigt nicht nur die Entwicklung, sondern ermöglicht auch eine effizientere Wartung und Fehlerbehebung.

Die offene Natur des Codes ermöglicht es größeren Entwicklergruppen, neue Funktionen hinzuzufügen oder bestehende zu verbessern, was zu einer kontinuierlichen Optimierung des Produkts führt. Gerade kleinere Unternehmen sehen darin einen großen Vorteil, weil sie sich häufig keine großen Entwicklerteams mit spezialisierten Experten leisten können. So haben sie die Möglichkeit, dennoch am Entwicklungsprozess teilzunehmen, das entstehende Produkt mitzugestalten und zu nutzen.

Ein weiterer Pluspunkt ist die hohe Transparenz und Sicherheit. Durch den offenen Quellcode bietet Open Source ein hohes Maß an Transparenz. Sicherheitslücken und Schwachstellen kann die Community schnell identifizieren und beheben. Das Viele-Augen-Prinzip sorgt dafür, dass die Software kontinuierlich auf mögliche Risiken überprüft wird. Das macht die Software insgesamt sogar potenziell sicherer, als es mit geschlossenen Entwicklungsszenarien möglich wäre. Eine Studie der Open Source Business Alliance unterstreicht die erhöhte Sicherheit von Open Source im Vergleich zu proprietärer Software [6].

Der nächste Vorteil besteht in einer hohen Flexibilität und Anpassungsfähigkeit. Open-Source-Software lässt sich flexibel an die spezifischen Bedürfnisse einer Organisation anpassen. Da der Quellcode verfügbar ist, lassen sich Funktionen hinzufügen, ändern oder entfernen, ohne auf die Roadmap eines Herstellers warten zu müssen. Das ermöglicht maßgeschneiderte Lösungen, die genau den eigenen Anforderungen entsprechen. Durch die Verwendung offener Standards und Dateiformate fördert Open Source außerdem die Interoperabilität zwischen verschiedenen Systemen und Anwendungen. Das erleichtert die Integration in bestehende IT-Landschaften und reduziert Kompatibilitätsprobleme. So lassen sich Anwendungen beispielsweise auch plattformübergreifend verwenden.

Auf der Habenseite von Open Source steht nicht zuletzt Innovation durch Kollaboration: Die offene Natur von freier Software fördert die Innovation. Entwickler brauchen so das Rad nicht neu zu erfinden. Unternehmen können ohne großes Kostenrisiko verschiedene Ansätze testen und auf diese Weise schneller auf Marktveränderungen reagieren. Die Überwindung von Unternehmens- und Organisationsgrenzen ermöglicht eine breite Zusammenarbeit und den Austausch von Ideen. So ermöglicht Open Source eine Kollaboration auch über Unternehmens- und Organisationsgrenzen hinweg.

FOSS: Die Nachteile

Allerdings birgt Open Source auch Risiken und Nachteile. Darunter fallen unter anderem Sicherheitsrisiken durch offenen Code: Potenzielle Angreifer haben Zugriff auf den Quellcode, sie können Schwachstellen identifizieren und ausnutzen. Ohne entsprechende Sicherheitsmaßnahmen führt das unter Umständen zu erhöhten Risiken. Eine Möglichkeit, diese zu reduzieren, besteht darin, dass zum Beispiel immer eine zweite Person Änderungen am Code freigeben muss (Vier- beziehungsweise Viele-Augen-Prinzip), was Manipulationen zwar nicht verhindert, aber zumindest erschwert.

Ein weiteres Open-Source-Risiko besteht in einer mangelnden Qualitätskontrolle. Ohne eine zentrale Autorität variiert die Qualität der Software unter Umständen. Unterschiedliche Programmierer mit unterschiedlichen Ansätzen können uneinheitlichen Code verursachen. Es besteht die Gefahr, dass ohne klare Richtlinien die Software an Stabilität und Zuverlässigkeit verliert. Um dem zu entgehen, lohnt sich ein Blick in die Entwicklungsgeschichte der Software: Arbeitet eine größere Community am Code? Wie schnell werden Fehlermeldungen bearbeitet? Steht das Projekt unter der Schirmherrschaft einer internationalen Open-Source-Stiftung, die eigene Qualitätssicherungsmechanismen anbietet?

Auch die dynamische Natur von Open-Source-Projekten kann für Organisationen eine Herausforderung darstellen. Änderungen am Code, neue Funktionen oder das Entfernen alter Features haben oft Auswirkungen auf die eigene Implementierung. Es erfordert Ressourcen, um ständig auf dem Laufenden zu bleiben und Anpassungen vorzunehmen.

Generell erfordert der Einsatz von Open Source nicht selten ein hohes Maß an technischem Know-how. Organisationen müssen in der Lage sein, den Code zu verstehen, anzupassen und zu warten. Das kann zu erhöhten Personalkosten führen und erfordert Investitionen in die Weiterbildung der Mitarbeiter. Damit wird ein Unternehmen aber auch digital souveräner, kann selbstbestimmt und flexibel agieren und – nicht zu vernachlässigen – wird ein attraktiverer Arbeitgeber.

Open-Source-Geschäftsmodelle

Jedes Unternehmen sollte sich sowohl die Vor- als auch die Nachteile von Open Source vor Augen führen, bevor es die bewusste Entscheidung trifft, auf Basis von Open Source ein Geschäft aufzubauen. Trotz der genannten Nachteile bietet Open Source vielfältige Möglichkeiten für Geschäftsmodelle. Dabei kann sich etwa der Nachteil, dass im Unternehmen eine hohe Open-Source-Kompetenz vorhanden sein muss, um Code und Umgebung weiterentwickeln, anpassen und betreiben zu können, in einen großen Vorteil verkehren: Auf dieser Grundlage lassen sich mehr Services für Kunden anbieten. Unternehmen können auf unterschiedliche Weise mit Open Source Geld verdienen und gleichzeitig die Vorteile der Offenheit nutzen. Prinzipiell gilt es, zwischen dienstleistungsorientierten und produktorientierten Geschäftsmodellen zu unterscheiden.

Zu den dienstleistungsorientierten Modelle gehören Support und Wartung. Unternehmen bieten professionellen Support für Open-Source-Software an. Die Kundschaft erhält Hilfe bei möglichen Schwierigkeiten, bekommt regelmäßige Updates und kann auf Expertenwissen zurückgreifen. Auch Beratung und Implementierung sind ein Geschäftsmodell: Open-Source-Consultants unterstützen bei der Auswahl, Anpassung und Implementierung von Open-Source-Lösungen. Sie helfen Organisationen, die passende Software zu finden und effizient einzusetzen.

Weiter können Training und Schulungen die Grundlage für ein Geschäft sein: die Vermittlung von Wissen rund um Open-Source-Technologien. Schulungen für Entwickler, Administratoren oder Anwender fördern den effizienten Einsatz der Software. Ein weiteres dienstleistungsorientiertes Modell sind Hosting- und Software-as-a-Service-Angebote (SaaS): Unternehmen bieten gehostete Lösungen an, indem sie Open-Source-Software als Service bereitstellen. Oft wird beispielsweise Nextcloud als SaaS-Produkt angeboten und genutzt. Die Kunden nutzen die Software, ohne sich um die Infrastruktur kümmern zu müssen.

Zu den produktorientierten Modellen gehören die Subscription-Modelle der Softwarehersteller. Einige Open-Source-Produkte werden hauptsächlich von einem oder wenigen Unternehmen entwickelt und angeboten. Auch wenn der Code offen zur Verfügung steht, treten diese Unternehmen wie im proprietären Softwarebereich als Hersteller auf und können entsprechende Lizenzen verkaufen. Sehr erfolgreiche Beispiele dazu bieten Red Hat Enterprise Linux und Suse Linux Enterprise, beides Linux-Distributionen, die das Betriebssystem mit verschiedenen Komponenten erweitern und zu einem eigenen Produkt machen.

Auch rund um Kubernetes gibt es eigene Distributionen von sehr vielen Herstellern: Dazu zählen neben Red Hat mit OpenShift und Suse mit Rancher auch große und kleine Cloud Service Provider mit einem Kubernetes-Angebot: Google GKE (Google Kubernetes Engine), AWS EKS (Elastic Kubernetes Service) oder Plusserver PSKE (Plusserver Kubernetes Engine). Mit ihren Abonnements offerieren die Anbieter häufig zusätzliche Dienste wie Sicherheits-Patches, Updates und Premium-Support.

Auch die Entwicklung von Erweiterungen oder Zusatzmodulen für bestehende Open-Source-Plattformen ist ein Geschäftsmodell. Beispiele sind Plugins für Content-Management-Systeme oder spezielle Apps, etwa für Android. Schließlich gilt auch Dual Licensing als produktorientiertes Geschäftsmodell. Hier wird Software unter einer Open-Source-Lizenz und gleichzeitig unter einer kommerziellen Lizenz angeboten. Kundinnen und Kunden können wählen, welche Variante besser zu ihren Bedürfnissen passt. Die kommerziellen Angebote umfassen meist Support und Wartung oder auch ein SaaS-Hosting.

Erfolgreiche Open-Source-Unternehmen kombinieren oft mehrere dieser Modelle. So werden häufig Beratung, Implementierung, Schulungen und Support von einem Unternehmen angeboten oder das Open-Core- mit dem Subscription-Modell kombiniert. Durch Diversifikation lassen sich unterschiedliche Kundensegmente ansprechen und Risiken minimieren. Daneben ist es für Unternehmen meist auch wichtig, ein starkes Netzwerk aufzubauen und sich in der jeweiligen Open-Source-Community zu engagieren. Das dient dazu, die Verbreitung der Software zu fördern, hilft aber auch, eigene Weiterentwicklungen mit der Community zusammen zu erarbeiten und so schneller und sicherer in den Code und damit in den Markt einzubringen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Geldverdienen mit Open-Source-Software nicht leicht fällt. Es erfordert zunächst Investitionen, aber durch eine Kombination verschiedener Einnahmequellen und Networking-Fähigkeiten können tragfähige Geschäftsmodelle entstehen.

Herausforderungen

Jeder kann freie Software nutzen – darin besteht oft ihre größte Stärke und zugleich größte Schwäche. Einerseits beschleunigt das die Entwicklung und führt zu einem enormen Innovationspotenzial. Andererseits kann das aber jedermann nachmachen – dessen müssen sich Open-Source-Unternehmen immer bewusst sein.

Eine weitere Herausforderung stellt die Konkurrenzsituation dar: Da jeder Interessierte Open-Source-Software nutzen und darauf basierende Dienstleistungen anbieten kann, steigt der Wettbewerbsdruck. Neue Marktteilnehmer ohne ausreichende Expertise können das Vertrauen in Open Source beschädigen, wenn sie minderwertige Services anbieten. Es fehlt oft an klaren Qualitätskriterien, anhand derer die Kunden seriöse Anbieter identifizieren können.

Ein weiterer möglicher Stolperstein liegt im Unterschied zwischen Konsumenten- und Enterprise-Markt: Während Subscription-Modelle im Unternehmensbereich gut funktionieren, sind einzelne Endverbraucher oft nicht bereit, für Open-Source-Software zu bezahlen. Das erschwert die Monetarisierung im Konsumentenmarkt und erfordert kreative Ansätze.

Ein anderes Risiko besteht in der Übernahme eines Open-Source-Projekts durch ein großes Unternehmen, das das Projekt unter eigener Kontrolle weiterentwickelt oder sogar in eine proprietäre Lösung umwandelt. Ein Beispiel dafür liefert die Übernahme von Terraform durch HashiCorp, die dazu führte, dass der Anbieter 2023 verkündete, dass zukünftige Weiterentwicklungen von Terraform Closed Source sein werden und nur noch als proprietäre Lösungen zur Verfügung stehen. Viele weitere Projekte haben aber Terraform als Automatisierungstechnologie eingesetzt und müssen sich nun umstellen, um weiterarbeiten zu können. Die Weiterführung des Terraform-Ansatzes im Open-Source-Projekt OpenTofu [7] macht das möglich. Bei kleineren Projekten eröffnet sich aber ein solcher Ausweg nicht ohne Weiteres.

Schließlich können auch fehlende Kriterien für den Einkauf ein Problem darstellen: Für Unternehmen und öffentliche Einrichtungen fehlen häufig klare Kriterien, um Open-Source-Lösungen zu bewerten und auszuwählen. Das verursacht mitunter Unsicherheit und hemmt den Einsatz von Open Source.

Erfolgsfaktoren

Um die oben dargestellten Herausforderungen zu meistern, gibt es Ansätze, die den Auftritt eines Open-Source-Unternehmens am Markt stärken. Entscheiden sind ein starkes Markenimage und eine aktive Community: Sie schaffen Vertrauen und erhöhen die Sichtbarkeit am Markt. Projekte wie Nextcloud zeigen, wie wichtig eine engagierte Nutzerschaft ist.

Hinzu kommen hohe Qualitätsstandards und professionelle Dienstleistungen, die seriöse Anbieter von anderen unterscheiden. Unternehmen müssen ihre Kompetenz unter Beweis stellen und konstant hohe Leistung liefern. Dabei helfen Partnerschaften und Netzwerke: Die Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen, Organisationen und der Community stärkt ebenfalls die Position am Markt. Netzwerke wie die OSBA fördern den Austausch und bieten Plattformen für Kooperationen [8].

Als förderlich erweist sich zudem das Verständnis für die Bedürfnisse der Kunden und die Anpassung der Angebote. Individuelle Lösungen, flexible Vertragsmodelle und exzellenter Support erhöhen die Zufriedenheit und Bindung der Kundschaft.

Zukunftsaussichten

Die Bedeutung von Open Source wird in den kommenden Jahren weiter zunehmen. Trends wie Digitalisierung, Cloud Computing und KI eröffnen neue Anwendungsbereiche. Open Source wird zum Enabler für Innovationen und ermöglicht es Organisationen, flexibel und agil auf Veränderungen zu reagieren. Das zeigen auch Harvard-Studien, die positive Effekte von Open-Source-Software auf die Gesamtwirtschaft belegen. Sie fördern Wettbewerb, Innovation und reduzieren Markteintrittsbarrieren für neue Unternehmen.

Daneben wird Open Source immer häufiger durch Politik und Institutionen gefördert. Regierungen und öffentliche Einrichtungen erkennen zunehmend den Wert von Open-Source. Initiativen zur Förderung offener Standards und Software werden verstärkt, um digitale Souveränität und Unabhängigkeit zu stärken. Um die Potenziale voll auszuschöpfen, gilt es jedoch, die genannten Herausforderungen anzugehen. Klare Qualitätsstandards, Zertifizierungen und transparente Kriterien für die Beschaffung tragen dazu bei, Vertrauen aufzubauen und den Einsatz von Open Source zu fördern. Jedes Unternehmen, das auf Open Source setzt, ist eingeladen, sich daran aktiv zu beteiligen.

Fazit

Open-Source-Software bietet Organisationen immense Chancen, birgt aber auch Herausforderungen. Durch eine sorgfältig ausgewählte Strategie, hohe Kompetenz und professionelles Auftreten können Unternehmen erfolgreiche Geschäftsmodelle aufbauen und von den Vorteilen der Offenheit profitieren. Die Zukunft gehört denen, die bereit sind, kollaborativ zu arbeiten, Wissen zu teilen und gemeinsam Innovationen voranzutreiben. Open Source ist nicht nur eine technische Entscheidung, sondern eine strategische Ausrichtung, die den Unterschied im globalen Wettbewerb ausmachen kann. (jcb)

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