Dem US-Justizministerium zufolge hat das FBI ein Botnetz aus über 200 000 Heimgeräten in den USA und weltweit geschlossen.
Zu den betroffenen Herstellern der Heimgeräte gehören unter anderem Asus, DrayTek, Qnap, Synology, TP-Link oder Zyxel. Das Netz soll von staatlich unterstützten chinesischen Hackern betrieben worden sein, die für die in Peking ansässige Firma Integrity Technology Group gearbeitet haben.
Die Malware des Botnetzes infizierte verschiedene Geräte, darunter WLAN-Router, IP-Kameras, digitale Videorekorder oder NAS-Geräte. Die Schadsoftware verband Tausende von infizierten Geräten zu einem Botnetz, das dazu diente, bösartige Cyberaktivitäten durchzuführen, die als routinemäßiger Internetverkehr von den infizierten Verbrauchergeräten getarnt waren. Bei der gerichtlich genehmigten Operation übernahm ds FBI die Kontrolle über die Computerinfrastruktur der Hacker. Unter anderem wurden über diese Infrastruktur Deaktivierungsbefehle an die Malware auf den infizierten Geräten gesendet. Im Verlauf der Operation wurde versucht, die Sanierungsbemühungen des FBI durch einen DDoS-Angriff auf die vom FBI genutzten Rechner zu stören. Dieser Angriff konnte die Unterbrechung des Botnetzes letztlich aber nicht verhindern.
“Die Ermittlungen des FBI haben ergeben, dass ein börsennotiertes, in China ansässiges Unternehmen seinen Kunden ganz offen die Fähigkeit verkauft, sich in Tausende von Verbrauchergeräten weltweit einzuhacken und diese zu kontrollieren. Diese Operation sendet eine klare Botschaft an die VR China, dass die Vereinigten Staaten dieses schamlose kriminelle Verhalten nicht tolerieren werden”, sagte Special Agent in Charge Stacey Moy von der FBI-Außenstelle San Diego.



