Unternehmen Sie mit uns auf den folgenden Seiten einen Streifzug durch 30 Jahre Linux-Magazin-Geschichte!
Das Linux-Magazin kommt im Oktober 1994 in schlichtem Schwarz-Weiß-Layout [1] zur Welt, gut drei Jahre nachdem Linus Torvalds sein “Hobbysystem” in einer Newsgroup angekündigt hat. Die Hefte flattern zunächst nur den Mitgliedern der Deutschen Linux User Group (kurz DELUG) ins Haus, die die Macher des Hefts – Rosemarie Schuster, Rudolf Strobl und Klaus Weidner – einige Zeit zuvor gegründet hatten. Anfangs noch eine reine Vereinszeitschrift, können ab 1995 alle Interessierten das Linux-Magazin für 98 D-Mark im Jahresabo erwerben.
Im März 1996 übernimmt der gelernte Mathematiker Tom Schwaller [2] als Chefredakteur das Heft. Die Publikation wirkt nun etwas sortierter. Es entsteht eine Webseite, deren erste Ausgaben sich noch über Archive.org [3] aufspüren lassen. Bereits im Oktober 1997 tritt “Perlmeister” Mike Schilli [4] seinen Dienst beim Linux-Magazin an. Der dienstälteste Kolumnist des Magazins beliefert die Leser seit mittlerweile 27 Jahren mit den aktuellsten Programmierperlen, mittlerweile in Go. Serien wie diese gibt es bald einige. Sie beschäftigen sich mit der Java Virtual Machine, Kryptografie, SQL, TCP/IP oder der Kernel-Programmierung [4] und laufen über mehrere Ausgaben hinweg.
Aus der Articon GmbH, dem ursprünglichen Motor hinter der DELUG und Mutter des Linux-Magazins, ist inzwischen ein Verlagshaus geworden, die Linux New Media AG. Hier erscheint seit Mitte 2000 auch LinuxUser, ein Schwesterblatt des Linux-Magazins, das sich gezielt an Endanwender richtet. Im selben Jahr übernimmt Harald Milz den LM-Chefsessel von Tom Schwaller. Er kümmert sich um die Linux-Community, eine neue Webpräsenz der Linux New Media AG. Das Linux-Magazin soll professioneller und vor allem attraktiver für Anzeigenkunden werden, bleibt aber auch von der Dotcom-Blase nicht verschont. Unter anderem dadurch bedingt, tritt im November 2000 Jan Kleinert [5] als neuer Chefredakteur an. Er führt die nächsten knapp 19 Jahre die Geschicke des Hefts und prägt Aussehen und Inhalte des Magazins nachhaltig.
Nach dem Platzen der Dotcom-Blase zunehmend schwierigere wirtschaftliche Verhältnisse und das Fehlschlagen diverser “New-Business”-Versuche führen 2013 zu einem Besitzerwechsel des Linux-Magazins. Die Linux New Media AG verkauft ihre deutschsprachigen Zeitschriften an die Fürther Computec Media GmbH, ein im deutschsprachigen Gaming-Umfeld führendes Verlagshaus. Das zieht verschiedene organisatorische und technische Umstellungen nach sich, die nicht immer reibungslos verlaufen. Das führt unter anderem dazu, dass im Herbst 2019 Jan Kleinert vom Journalismus in die freie (Linux-)Wirtschaft wechselt.
Den Staffelstab des Chefredakteurs übernimmt im September 2019 Jörg Luther, seit 2004 bereits V.i.S.d.P. des Schwestermagazins LinuxUser. Vordergründig spiegelt sich der Wechsel in einem moderneren Layout wider, im Hintergrund stehen eine Reihe von Prozessoptimierungen an, um sich technischen und wirtschaftlichen Veränderungen anzupassen. Schließlich soll es das Linux-Magazin auch die nächsten 30 Jahre noch geben.
30 Seiten Fakten, Raves und Rants
Soweit die Kurzhistorie des Linux-Magazins. Die folgenden 30 Seiten unseres Jubiläumsschwerpunkts sollen diese trockenen Fakten mit Leben füllen. Wie die ersten Linux-Magazine aussahen, zeigt auf den nächsten fünf Seiten das Faksimile einer LM-Ausgabe aus dem Jahr 2005. Der darauffolgende Beitrag unternimmt ab Seite 20 einen Streifzug durch die wechselnden Heftthemen während der letzten 30 Jahre, die er als Wortwolken visualisiert.
Im Kernstück von Seite 24 bis 43 plaudern Verlagschefinnen, Chefredakteure, freie Mitarbeiter und langjährige Kolumnisten aus dem Nähkästchen. Dabei geht es um ihren Einstieg in Linux (danach sind die Beiträge sortiert) und Anekdoten aus dem Linux-Magazin-Alltag. Und damit Sie mit uns zusammen die Sektkorken knallen lassen können, schließt ein Gewinnspiel mit tollen Preisen unsere Jubiläumsstrecke ab. Fast alle Linux-Magazin-Artikel der letzten 30 Jahre (einige sehr frühe sind verloren gegangen) lesen Sie bei Interesse auf der 30-Jahre-Mega-Archiv-DVD [6] im HTML-Format nach.
Das Linux-Magazin-Team wünscht Ihnen viel Spaß beim Schmökern und ist bester Dinge, 2034 zusammen mit Ihnen auch den 40. Geburtstag des Hefts feiern zu können!
Infos
- Historischer Artikel: DELUG-Team, “Editorial, News, DELUG-Mitgliedschaft”, LM 10/2024, S. 15, https://www.lm-online.de/51027
- 1995: Tom Schwaller: Tom Schwaller, “Jung, ledig sucht – Kamikaze-Job”, LM 10/2024, S. 27, https://www.lm-online.de/51024
- Linux-Magazin bei Archive.org: http://web.archive.org/web/*/http://linux-magazin.de
- 1997 – Mike Schilli: Mike Schilli, “Perl und Go via Rohrpost”, LM 10/2024, S. 34, https://www.lm-online.de/51021
- 1992 – Jürgen Quade: Jürgen Quade, “Volles Programm”, LM 10/2024, S. 24, https://www.lm-online.de/51030
- Mega-Archiv-DVD nachbestellen: https://shop.computec.de/de_DE/produkte









Hallo, bei mir führt der Link unter Punkt 1 zu “ohje, Seite wurde nicht gefunden.” Besteht das Problem bei mir? https://www.lm-online.de/51027 Vielen Dank! Tolles Heft, lese euch immer gern :-)
Hallo,
der Link sollte jetzt funktionieren.
Viele Grüße
Ulrich Bantle