Datensicherung unabhängig von der Hardware – das verspricht der Backup-Spezialist Arkeia mit der kommenden Version 8.0 seiner Software Arkeia Network Backup. Aber das ist nicht einzige Neuigkeit bei dem Unternehmen mit französischen Wurzeln.
Die Bezeichnung virtuelle Appliance klingt zunächst widersprüchlich; gemeint ist damit ein System-Image für eine virtuelle Maschine. Im Fall von Arkeia ist dies Image auf die kostenpflichtigen Softwareprodukte aus dem Haus VMware, ESX und ESXi, zugeschnitten. Demnächst will der Hersteller unter der Produktbezeichnung Arkeia Virtual Appliance ein Softwarepaket liefern, das aus derDatensicherungssoftware Arkeia Network Backup, einer Lizenz für eine festplattenbasierte virtuelle Tape Library (VTL) und so genannten Backup-Agenten besteht. So bezeichnet das Unternehmen die Softwarepakete, mittels derer die Sicherung oder Wiederherstellung der Quelldaten organisiert wird, bislang als Hotbackup-Module bekannt. Beim virtuellen Einsatz soll der neue Arkeia VMware ESX Agent auf einem ESX Hypervisor installiert werden und damit die Datensicherung auf einer oder mehreren virtuellen Maschinen ermöglichen, unabhängig vom Betriebssystem oder den Applikationen der virtuellen Umgebung. Laut Hersteller nutzt der Arkeia VMware ESX Agent hierbei die Snapshot-Funktion des ESX Servers.
Administration und Anwendungsoberfläche sollen sich bei der virtuellen Appliance nicht von der physikalischen Backup-Appliance unterscheiden, so die Beschreibung auf der Webseite. Und weiter: „Sie unterscheiden sich nur deshalb, weil der Speicher in physikalischen und virtuellen Umgebungen unterschiedlich konfiguriert sind.” Eine hauseigene physikalische Backup-Appliance hatte Arkeia 2007 unter dem Namen Edgefort auf den Markt gebracht, diese wird nun als “Arkeia Physical Appliance” angeboten.
Nicht nur Produktbezeichnungen haben sich geändert, auch der Sitz der Firmenzentrale sowie die Geschäftsleitung: Nach dem Einstieg eines US-amerikanischen Investors erhielt das Unternehmen mit Bill Evans im November 2008 einen neuen Geschäftsführer, der bisherige Arkeia-Chef Frederic Renard übernahm die Marketingleitung. Die Firmenzentrale wurde von Paris ins kalifornische San Diego verlegt.
Das Virtual Arkeia Network Backup v8.0 befindet sich derzeit noch im Betatest. Die endgültige Version soll ab März mit Einstiegspreisen ab 2.000 US-Dollar, das entspricht rund 1.511 Euro, inklusive 3 Backup-Agenten lieferbar sein. Eine 30-tägige-Demoversion kann über die Webseite des Herstellers angefordert werden.



