Auf Basis der Browser-Engine LibWeb hat der Entwickler Andreas Kling einen Browser namens Ladybird entwickelt. Dieser läuft bereits unter Linux, mittelfristig soll er aber auch weitere Betriebssysteme unterstützten.
LibWeb ist eine komplette Neuentwicklung und basiert nicht auf bereits existierenden Engines. Ursprünglich für das unixoide Betriebssystem SerenityOS entwickelt, portierte sie die Community auch auf Linux. Andreas Kling wiederum schuf bereits im Sommer eine Benutzeroberfläche in Qt. Das Ergebnis war der Browser Ladybird. Zunächst sollte er primär als Debugging-Werkzeug anderen Entwicklern bei der Arbeit an LibWeb dienen.
Jetzt hat Andreas Kling in einem Blog-Post angekündigt, Ladybird auch auf andere Betriebssysteme zu portieren. Derzeit läuft der Browser bereits unter Linux, MacOS, Windows (im WSL-Subsystem) und Android. Die Basis bilden neben LibWeb einige weitere Komponenten, wie etwa die JavaScript-Engine LibJS. Ladybird und die Engine stehen unter einer BSD-Lizenz.
Obwohl der Browser schon den Acid3-Test besteht, fehlen im noch viele Funktionen. Alltagstauglich ist Ladybird daher noch nicht, viele Seiten lassen sich noch nicht nutzen. Den Quellcode können Interessierte auf GitHub einsehen.

