Aus Linux-Magazin 08/2022

Dezentrale Chat- und Microblogging-Plattformen im Überblick

© bellabrend / 123RF.com

Chat-Tools lassen sich heute kaum noch aus der Unternehmenskommunikation wegdenken. Damit die Daten intern bleiben, empfiehlt es sich allerdings, eine dezentral organisierte Variante einzusetzen.

Microblogging-Plattformen und Chat-Dienste haben sich längst in Unternehmen als Kommunikationsmittel durchgesetzt. Doch stets stellt sich vor dem Einführen solcher Dienste die Frage der Datenhoheit: Nahezu alle führenden Plattformen sammeln und aggregieren die Daten ihrer Nutzer zu Werbezwecken. Außerdem bedienen sich häufig staatliche Organisationen dieser Informationen. In den USA beispielsweise sind Provider nach dem Erhalten eines National Security Letter gesetzlich verpflichtet, Daten über ihre Kunden an Ermittlungsbehörden wie das FBI auszuhändigen. Die überwachten Nutzer erfahren davon meist nichts.

Daneben spielen Sicherheitsbedenken aufgrund öffentlich gewordener Kundendaten für Unternehmen eine wichtige Rolle. Zentralisierte Dienste bergen dabei ein erhöhtes Risiko, da sich Angreifer auf nur relativ wenige Server konzentrieren müssen. Entsprechend sollten Unternehmen auf dezentralisierte Kurznachrichtendienste setzen, die auf Open-Source-Projekte aufbauen und damit weniger anfällig für Sicherheitslücken sind als proprietäre Plattformen. Die Bitparade hat sich angesehen, welche freien Chat-Tools sich für den Business-Kontext eignen.

Die Anforderungen an einen Kurznachrichtendienst im Unternehmen unterscheiden sich deutlich von denen privater Nutzer: Seit Einführung der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) ergeben sich vor allem für kleinere Unternehmen juristische Probleme, sobald sie das vorgegebene Datenschutzniveau verfehlen. Darüber hinaus müssen sich besonders in gewachsenen, heterogenen IT-Infrastrukturen die einzelnen Werkzeuge plattformübergreifend nutzen lassen. Zudem sollte eine gewisse Datensparsamkeit gewährleistet sein, wie im Fall von Videos oder Bildern. Großunternehmen nutzen bei der internen Kommunikation mittels Chat häufig proprietäre, inhouse betriebene Lösungen wie HCL Connections, Salesforce oder Microsoft Sharepoint Services. Für kleine Unternehmen erscheint das oft aber deutlich überdimensioniert, zu aufwendig zu warten und schlicht zu teuer, weswegen freie Alternativen durchaus von Interesse sein können.

Was ist ActivityPub?

Bei dem von allen drei besprochenen dezentralen Plattformen unterstützten ActivityPub handelt es sich um ein freies Protokoll zur Nutzung in sozialen Netzwerken [6]. Es besteht aus zwei Komponenten: Eine übernimmt die Interaktion zwischen Client und Server, die andere ermöglicht Interaktionen zwischen zwei Servern. Unterstützen Social-Media-Plattformen das ActivityPub-Protokoll, lassen sich Nachrichten zwischen ihnen austauschen.

Diaspora

Hinter dem von der Diaspora Foundation getragenen Diaspora-Projekt [1] steckt ein dezentrales Netzwerk, dessen Server (Pods) ein weltweit verteiltes System bilden. Es ähnelt in seinen Funktionen den Branchengrößen Twitter und Facebook. Diaspora bietet einen hohen Anonymisierungsgrad, da die Nutzer ihre echte Identität nicht preisgeben müssen. Außerdem behalten sie alle Rechte an ihren Daten, was personalisiertes Tracking ausschließt. Technikaffine User, die das Projekt unterstützen möchten, können dedizierte Diaspora-Pods installieren, auf denen ihre Daten lokal gesichert bleiben.

Um ein Diaspora-Profil anzulegen, klicken Sie auf der Webseite des Projekts oben rechts auf die Schaltfläche Tritt bei! und registrieren sich über den eingeblendeten, grünen Button. Anschließend erscheint eine kleine Auswahl vorgeschlagener Server, denen Sie beitreten können. Möchten Sie stattdessen eine vollständige Liste aller Pods inklusive verschiedener statistischer Daten sehen, klicken Sie unten rechts auf das Listensymbol. Sie erhalten daraufhin eine übersichtliche Anzeige der Pods inklusive Verfügbarkeitsangaben, Standorten und Anzahl der Benutzer (Abbildung 1).

Abbildung 1: Diaspora listet auf der Webseite alle verfügbaren Server übersichtlich auf.

Abbildung 1: Diaspora listet auf der Webseite alle verfügbaren Server übersichtlich auf.

Um sich bei einem der Server anzumelden, klicken Sie lediglich auf dessen links angezeigte URL und landen auf seiner Startseite. Ein neues Konto lässt sich allerdings nur auf solchen Pods anlegen, bei denen in der Tabellenspalte Anmeldungen ein ja steht. Auf dem gewählten Server klicken Sie in der Einstiegsseite zunächst oben rechts auf die Schaltfläche Konto erstellen. Dazu benötigen Sie lediglich eine gültige E-Mail-Adresse, einen frei wählbaren Benutzernamen und ein Passwort. Außerdem können Sie ein Profilfoto hochladen und Ihre Interessengebiete angeben. Der Button Super! Bring mich zu diaspora führt schließlich in den Nachrichtenbereich (Abbildung 2).

Abbildung 2: Das Nachrichtenfenster von Diaspora wirkt aufgeräumt.

Abbildung 2: Das Nachrichtenfenster von Diaspora wirkt aufgeräumt.

Dort sehen Sie rechts den Nachrichten-Stream, wobei beim ersten Zugang verschiedene Einstiegshinweise erscheinen. Im ersten Kasten können Sie direkt eine Nachricht eingeben, deren Empfänger Sie in der darunter liegenden Schaltfläche Öffentlich auswählen. Links befindet sich eine Optionsleiste für diverse Einstellungen. In der Aktivitätenleiste am oberen Fensterrand wählen Sie per Mausklick verschiedene Aktivitäten und legen mithilfe eines Ausklappmenüs auch Ihre Nutzereinstellungen fest.

Profil und Kontakte

Um das Nutzerprofil zu ändern oder individuelle Einstellungen anzupassen, klicken Sie oben rechts auf Ihren Nutzernamen und im aufklappenden Menü auf Profil. Über die Schaltfläche Mein Profil bearbeiten rufen Sie detaillierte Konfigurationsoptionen auf. In diesen recht umfangreichen Dialogen richten Sie zudem Sicherheitsmechanismen ein.

Bei zahlreichen Aktionen erhalten Sie voreingestellt E-Mails an Ihre hinterlegte Adresse. Metadaten aus hochgeladenen Bildern werden automatisch entfernt. Außerdem lässt sich eine Zwei-Faktor-Authentifizierung aktivieren. Mit der NSFW-Option (not safe for work) kennzeichnen Sie Inhalte, die nicht während der Arbeit erscheinen sollen. Entsprechend tauchen solche Nachrichten im herkömmlichen Stream nicht auf. Da diese Option standardmäßig ausgeschaltet ist, müssen Sie sie manuell aktivieren.

Über Kontakte sortieren Sie andere Teilnehmer in Gruppen wie Familie, Freunde, Arbeit und Bekannte. Zusätzlich können Sie weitere Gruppen hinzufügen, hier Aspekte genannt. Um einen oder mehrere Kontakte in unterschiedliche Gruppen einzusortieren, klicken Sie auf die gewünschte Gruppe. Rechts im Fenster erscheinen anschließend Ihre Kontakte tabellarisch untereinander angeordnet. Ein Klick auf das Pluszeichen rechts neben dem Namen fügt diesen Kontakt der jeweiligen Gruppe hinzu.

Inhouse-Server

Diaspora erlaubt zwar, einen eigenen Server aufzusetzen, aber er ist stets in das Diaspora-Netzwerk eingebunden. Das bedeutet, dass er sich nicht wie in Unternehmen üblich isoliert als Inhouse-Server betreiben lässt. Ein geschlossenes Kommunikationsnetzwerk auf Basis von Diaspora (ohne dabei auf Funktionalität verzichten zu müssen) schaffen Sie sich erst durch das Anlegen eigener Gruppen. Einen eigenen Pod zu betreiben, erfordert allerdings komplexe Installationsschritte. Die Diaspora-Entwickler stellen für zahlreiche Linux-Distributionen eigene, aber teilweise veraltete Anleitungen bereit.

Friendica

Das seit 2010 kontinuierlich gepflegte und weiterentwickelte Friendica [2] gehört zu den bekanntesten freien Microblogging- und Chat-Diensten. Ebenfalls dezentral aufgebaut, kommt es ohne zentralen Server aus. Sie können sich mit Nutzern auf anderen Friendica-Servern verbinden oder Kontakte aus Twitter, Diaspora, Pump.io sowie StatusNet in ihren Nachrichtenstrang integrieren. Dabei gestattet Friendica das Teilen und Verbreiten von Bildern. Die Software setzt sich modular zusammen und lässt sich durch Plugins um Funktionen erweitern. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, selbst einen Friendica-Server aufzusetzen und ihn öffentlich zugänglich zu machen.

Auf der Webseite des Projekts finden Sie nach einem Klick auf Public servers oben rechts eine nach Sprachen geordnete Liste öffentlich zugänglicher Friendica-Server. Hier entscheiden Sie sich für einen davon und verbinden sich mit ihm durch einen Klick auf die angegebene URL. Die Einstiegsseiten der einzelnen Server sehen dabei nahezu identisch aus. Bei der Registrierung erwartet Friendica die Eingabe Ihres Namens oder Pseudonyms und eine zugehörige E-Mail-Adresse. Falls Sie bereits ein Profil auf einem anderen Friendica-Server besitzen, lässt es sich weiterhin nutzen. Dazu müssen Sie es im Registrierungsdialog lediglich auf den neuen Server transferieren.

Nach einem Klick auf den Button Registrieren erhalten Sie im angegebenen E-Mail-Konto eine Nachricht mit einem neu generierten Passwort. Damit und mit Ihrem Nutzernamen melden Sie sich nun auf dem Server an und gelangen anschließend auf eine übersichtlich gestaltete Startseite. Links sind verschiedene Einstellungs- und Verwaltungsoptionen in mehreren Gruppen zusammengefasst, mittig erscheint der Nachrichten-Stream. Oben finden sich zudem mehrere Buttons für Benachrichtigungen und den Schnellzugriff auf die wichtigsten Funktionen (Abbildung 3).

Abbildung 3: Friendica lässt sich intuitiv bedienen.

Abbildung 3: Friendica lässt sich intuitiv bedienen.

Profile und Konten

Um das eigene Profil zu verwalten, klicken Sie oben rechts auf Ihren Profilnamen. Im sich öffnenden Kontextmenü modifizieren Sie über Profil bearbeiten die grundlegendsten Einstellungen. Hierzu gehört das Ergänzen von Keywords oder das Angeben von Adressen aus anderen Kurznachrichtendiensten, um Nachrichten in Friendica zu integrieren. Im Editordialog definieren und verwalten Sie zusätzliche Profilfelder und ersetzen das vom System vergebene Passwort durch ein individuelles.

Für die Kontoverwaltung bietet Friendica detaillierte Optionen, die Sie über einen Klick auf Ihren Nutzernamen oder den Avatar oben rechts auf der Eingangsseite erreichen. Im sich nun öffnenden Dialog Kontoeinstellungen legen Sie zahlreiche Sicherheits- und Privatsphäreoptionen fest oder importieren mithilfe einer gesondert anzulegenden CSV-Datei Kontakte. Zusätzlich legen Sie in den Verfalls-Einstellungen fest, wie lange Beiträge zu sehen sind, bevor Friendica sie löscht (Abbildung 4).

Abbildung 4: Friendica erlaubt eine Fülle von Kontoeinstellungen.

Abbildung 4: Friendica erlaubt eine Fülle von Kontoeinstellungen.

Friendica unterteilt Konten in unterschiedliche Typen, die sich meist dadurch unterscheiden, wie sie mit Kontaktanfragen umgehen. Sie deklarieren die Anfragen entweder manuell als Freunde oder Follower oder lassen sie je nach eingestelltem Kontotyp automatisch in eine der Kategorien einsortieren. Lediglich bei Konten für Diskussionsforen funktioniert das nicht. Zudem können Sie mehrere Konten simultan nutzen. Im Menü Einstellungen | Accounts verwalten registrieren Sie die zusätzlichen Konten und verbinden sie mit dem bereits bestehenden. Sofern Sie in einer größeren Organisation einen umfangreicheren Kontenbestand verwenden, geben Sie zusätzlich Verwalter und Bevollmächtigte an, die über erweiterte Administrationsrechte verfügen.

Um Kontakte zu knüpfen, können Sie auf mehrere externe Netzwerke zugreifen. In Friendica klicken Sie dazu oben mittig im Hauptfenster auf Kontakte | Neue Kontakte hinzufügen, um einen Kontakt in Ihre entsprechende Liste aufzunehmen. Darüber hinaus liefert Ihnen die Namens- und Interessensuche potenzielle Gleichgesinnte. Dabei gestattet Friendica es außerdem, Inhalte anderer Plattformen wie Twitter, Mastodon oder Diaspora einzulesen. Um eine direkte Kommunikation aufzunehmen, müssen Sie jedoch bei den Quellservern ebenfalls ein Konto besitzen (Abbildung 5).

Abbildung 5: Die Kontaktverwaltung fällt in Friendica ungewöhnlich komplex aus.

Abbildung 5: Die Kontaktverwaltung fällt in Friendica ungewöhnlich komplex aus.

Die Suche nach Kontakten lässt sich in der Einstellungsbox Leute finden durch unterschiedliche Kriterien wie ähnliche Interessen eingrenzen. Sofern Sie in diesem Dialog die Option Lokales Verzeichnis wählen, erscheinen dabei allerdings nur die möglichen Kontakte auf dem Quellserver, bei dem Sie gerade selbst angemeldet sind. Über die Schnellzugriffsleiste (Gruppen) unterteilen Sie Ihre Friendica-Kontakte in Gruppen oder legen über das kleine Plussymbol rechts neue an.

Eigener Server

Wie Diaspora erlaubt Friendica, einen eigenen Server zu installieren. Dazu laden Sie auf der Webseite des Projekts im Menü Use it | Install your own server den Quellcode herunter. Eine ausführliche Dokumentation dazu findet sich auf der Friendica-Webseite [3]. Beachten Sie bitte, dass Sie für das Aufsetzen eines Friendica-Servers einige Softwarevoraussetzungen erfüllen müssen. Dazu gehören beispielsweise ein LAMP-Stack sowie bestimmte Versionen der Programmiersprache PHP und des Apache-Webservers. Die Projektseite führt die einzelnen Applikationen detailliert auf. Friendica setzt keine bestimmte Hardware voraus, sodass Sie auch ältere Computersysteme als Server für die Microblogging-Plattform nutzen können.

Mastodon

Das seit 2016 von Eugen Rochko entwickelte Mastodon [4] zählt ebenfalls zu den dezentral organisierten Microblogging-Plattformen. Mit derzeit rund 5,1 Millionen Nutzern auf 3786 Servern gehört es zu den bekannteren freien Diensten. Seit Ende 2020 haben vermehrt deutsche staatliche Institutionen wie der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit, das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik und der rheinland-pfälzische Landtag eigene Mastodon-Instanzen aufgesetzt. Einen weiteren erheblichen Nutzerzuwachs konnte Mastodon im April 2022 verbuchen, nachdem Tesla-Chef Elon Musk angekündigt hatte, den Kurznachrichtendienst Twitter übernehmen zu wollen.

Das Registrieren funktioniert ebenso einfach wie bei anderen dezentralen Netzwerken: Sie benötigen lediglich eine gültige E-Mail-Adresse und geben einen frei wählbaren Profilnamen sowie ein dazugehöriges Passwort ein. Für die späteren Anmeldungen nutzen Sie die angegebene E-Mail-Adresse und das Passwort und gelangen in eine etwas ungewöhnlich gestaltete, dreispaltige Oberfläche (Abbildung 6).

Abbildung 6: Mastodon setzt auf eine dreispaltige Oberfläche.

Abbildung 6: Mastodon setzt auf eine dreispaltige Oberfläche.

Rechts greifen Sie in verschiedenen Kategorien auf zahlreiche Konfigurations- und Informationswerkzeuge zu. Mittig erscheinen die Nachrichtenstränge, während sich in der linken Spalte eine Suchfunktion und ein Eingabefeld für die Nachrichten (Tröts) befinden. In der rechten Spalte stellen Sie zunächst über den Dialog Preferences | Appearance und Save changes auf Deutsch um und passen anschließend im Einstellungsdialog Ihr Profil an. Um die aus Sicherheitsgründen wichtige Zwei-Faktor-Authentifizierung einzuschalten, wechseln Sie in den Konto-Dialog und zur entsprechenden Option.

Communities

Eine Besonderheit von Mastodon stellt der Community-Assistent dar, der es neuen Nutzern ermöglicht, schnell und effektiv passende Gruppen zu finden. Dazu öffnen Sie im Browser die Seite https://joinmastodon.org und legen zunächst erneut Ihren Standort fest, indem Sie rechts oben auf den letzten Button klicken und als Sprache Deutsch wählen. Anschließend klicken Sie im Hauptsegment des Fensters auf Jetzt loslegen und landen im einem Auswahlbildschirm mit verschiedenen Kategorien. Nach einem Klick auf eine davon erscheinen rechts im Fenster die entsprechenden Communities (Abbildung 7).

Abbildung 7: Mastodon bietet einen Community-Assistenten.

Abbildung 7: Mastodon bietet einen Community-Assistenten.

Treten Sie einer Gruppe bei, gelangen Sie auf die Anmelde- und Registrierseite der jeweiligen Mastodon-Instanz und können sich bei diesem Server anmelden. Anschließend erreichen Sie unabhängig von der gewählten Instanz die herkömmliche Startseite mit dem Nachrichten-Stream. Um den Stream der lokalen Instanz zu verfolgen, klicken Sie rechts in der vertikalen Optionsleiste auf Lokal. Danach können Sie an den Dialogen teilnehmen.

Es gilt zu beachten, dass Nutzer sich auf mehreren Instanzen simultan anmelden können. Dabei werden die Profile jedoch nicht automatisch zwischen den einzelnen Mastodon-Servern übertragen. Um ein einmal angelegtes Nutzerprofil auf mehreren Instanzen zu verwenden, müssen Sie es in einer CSV-Datei speichern und dann importieren.

Instanzen

Wie die Konkurrenten erlaubt es auch Mastodon, Anwendern einen eigenen Server bereitzustellen. Dazu setzen Sie entweder dedizierte Hardware ein oder hosten Mastodon in der Cloud. Über die unterschiedlichen Möglichkeiten zum Bereitstellen einer Mastodon-Instanz informiert ausführlich die entsprechende Dokumentation [5].

Diaspora

Friendica

Mastodon

Lizenz

AGPL

AGPL

AGPL

Funktionen

Registrierung mit E-Mail-Adresse

ja

ja

ja

NSFW-Option

ja

nein

eingeschränkt

2FA möglich

ja

ja

ja

eigener Server möglich

ja

ja

ja

geschlossene Gruppen möglich

ja

ja

ja

Profile transferierbar

ja

ja

ja

Fazit

Alle drei dezentralen Chat- und Microblogging-Plattformen erfüllen ihren Zweck und stehen den Platzhirschen Twitter und Co. funktional kaum nach. Die Nutzeroberflächen fallen teils etwas gewöhnungsbedürftig aus, nehmen jedoch dank selbsterklärender Gestaltung kaum Einarbeitungszeit in Anspruch. Durch das dezentrale Konzept erhalten Anwender wieder die Kontrolle über ihre Daten zurück, wobei alle Dienste durch verschiedene Security-Funktionen das nötige Sicherheitsniveau gewährleisten. Nach wie vor bedarf das Einrichten einer eigenen Server-Instanz jedoch einiger Handarbeit. Durch geschlossene Gruppen auf einer eigenen Instanz können Admins in kleineren Unternehmen zudem die innerbetriebliche Kommunikation frei von Sicherheitsbedenken aufsetzen. Einem Wechsel zu einem dezentralen Netzwerk steht dann nichts mehr im Weg. (csi)

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