Kaisen Linux 2.0 baut auf Debian 12 und streicht LXDE

Die Distribution Kaisen Linux  richtet sich mit ihren vorinstallierten Werkzeugen vor allem an IT Professionals und dort insbesondere Administratoren. Unter anderem wechselt die neue Version von LXDE zu LXQt und basiert auf Debian 12 („Bookworm“).

Letzteres führte zusammen mit den zahlreichen Fehlerkorrekturen zum Sprung in der Versionsnummer. Dank der Bug-Fixes soll das System zudem stabiler laufen. Kaisen selbst ist als Rolling-Release-Distribution auf der Basis von Debian Testing ausgelegt.

Den Wechsel zu LXQt begründen die Kaisen-Entwickler mit einer besseren Kompatibilität zu ihrem System. Unter anderem ließe sich der Systemmonitor Conky einfacher integrieren. Letztgenannter besitzt jetzt unter allen unterstützten Desktop-Umgebungen ein einheitliches Aussehen. Im einzelnen stehen Plasma, Mate und Xfce bereit. LXDE lässt sich allerdings weiterhin manuell installieren, laut Kaisen-Team sollten Anwender jedoch langfristig auf eine andere Desktop-Umgebung umsteigen.

Des Weiteren haben die Entwickler an ihrer Distribution viele kleinere Änderungen vorgenommen. So zeigt das entschlackte Menü modernere Symbole. Neu implementiert sind die Btrfs Snapshot Tools. Wer in der Cloud hantiert, darf sich zudem über entsprechende Werkzeuge freuen. Dazu zählen unter anderem Terraform, Trivy, Kubernetes, K6, K9S, Minikube, Podman und Helm.

Das System sichern neuerdings AppArmor und entsprechende Profile ab. Die zugehörigen Konfigurationswerkzeuge spielen die Installationsmedien standardmäßig ein. Den vom Installationsassistenten angebotenen Expertenmodus hat das Kaisen-Team vereinfacht. Deutlich leichter lässt sich das Live-System auf einem bootfähigen USB-Stick mit einer Persistenz einrichten. Dank eines ausgemerzten Bugs startet Kaisen Linux zudem jetzt auch zuverlässig von einem solchen USB-Stick.

Das Paket „ kaisen-interfaces-common“ installiert alle Werkzeuge, die in jeder unterstützten Desktop-Umgebung verfügbar sind. Dazu zählt auch das Switcher Interface, das die Kaisen-Entwickler komplett neu implementiert haben. Das Paket „kaisen-sysadmin-tools“ holt die Metapakete „kaisen-dhcp-tools“, „kaisen-dns-tools“ und „kaisen-tls-tools“ nach. Damit sind die „Layer 7“-Tools logisch den Systemadministratorwerkzeugen zugeordnet.

Für die Systemrettung steht ein spezielles „System Rescue“ ISO-Image bereit. Dieses bootet ab sofort standardmäßig in den Textmodus, aus dem sich über den entsprechenden Befehl eine grafische Benutzeroberfläche mit Xfce-Desktop starten lässt. Letztgenannter ersetzt damit das bisher im Rettungssystem verwendete LXDE. Das ISO-Image Console steht nicht mehr parat.

Das kleine ISO-Image Netinst, das die Pakete bei der Installation über das Netzwerk holt, spricht jetzt auch Französisch, Spanisch, Portugiesisch, Italienisch und Deutsch. Sämtliche Neuerungen listet noch einmal die offizielle Ankündigung auf.

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