Das Raspberry Pi OS hat seinen Debian-Unterbau auf die im August veröffentlichte Version Debian Bullseye aktualisiert. Damit erfahre das Raspberry Pi OS eine Reihe von signifikanten Änderungen an der Desktop-Umgebung und der Unterstützung für Raspberry Pi Hardware, schreibt Software-Entwickler Simon Long.
Eine dieser Änderungen ist der Umstieg auf GTK+ in Version 3. Damit nutzten alle Desktop-Komponenten und – Anwendungen nun GTK+3, schreibt Long. Bis jetzt habe der größte Teil des Desktops Version 2 des GTK+-Toolkits verwendet, jetzt aber bauten immer mehr Debian-Anwendungen auf GTK+3. Um die Dinge konsistent zu halten, habe das Raspberry-OS-Team die gesamte Software und den Desktop selbst auf die neuere Version aktualisiert, teilt Long mit.
Eine weitere Änderung, die mit der Umstellung auf GTK+3 einhergehe, sei die Verwendung von Mutter als neuen Fenstermanager anstelle von Openbox. Mutter biete unter anderem nette Animationen beim Öffnen und Schließen von Fenstern und Schattierungen, wodurch der Desktop insgesamt moderner wirke.
Allerdings gebe es auch Nachteile. Einer davon sei, dass Mutter den gesamten Bildschirm in den Speicher zeichne, bevor es ihn anzeige, was viel Arbeitsspeicher benötige. Mutter laufe deshalb nur auf einem Raspberry Pi mit 2 GByte oder mehr flüssig. Auf Raspberry Pis mit weniger als 2 GByte komme deshalb immer noch der ältere Fenstermanager Openbox zum Einsatz.

Benachrichtigungen lassen sich über die Einstellungen konfigurieren.
Neru ist auch ein Benachrichtigungsmanager, der von der Taskleiste und allen ihren Plugins verwendet werden könne, berichtet Long weiter. Auch über andere Anwendungen könne darauf zugegriffen werden. Die Benachrichtigungen seien dann in der oberen rechten Ecke des Fensters in chronologischer Reihenfolge zu sehen.
In seiner Ankündigung nennt Simon Long weitere neuen Features von Raspberry Pi OS.




