Mit der Software ScummVM lassen sich zahlreiche alte und neue Abenteuerspiele unter Linux wiederbeleben. Die Entwickler feiern den 20. Geburtstag ihrer virtuellen Maschine mit der neuen Version 2.5.0, die zahlreiche weitere Spiele unterstützt.
Am 9. Oktober 2001 veröffentlichte Ludvig Strigeus die allererste Version 0.0.1. Ursprünglich reanimierte sie nur die beliebten Point-and-Click-Adventures des Herstellers LucasArts. Diese Spiele nutzten eine virtuelle Maschine, deren Programmiersprache die LucasArts-Mitarbeiter Scumm getauft hatten (als Abkürzung für Script Creation Utility for Maniac Mansion). Daraus entstand dann auch die Bezeichnung ScummVM.
Im Laufe der Jahre kamen sukzessive weitere Adventures von anderen Herstellern hinzu. Auch die zum 20. Geburtstag veröffentlichte Version 2.5.0 kann zehn weitere Spiele starten. Stabil laufen jetzt unter anderem Little Big Adventure und The Journeyman Project 2: Buried in Time. Hinzu kommen alle Abenteuerspiele, die auf der Glulx-Engine basieren oder mit AGS ab Version 2.5 entwickelt wurden.
ScummVM 2.5.0 integriert vollständig den Code des Schwesterprojekts ResidualVM. In der Folge kann ScummVM jetzt auch einige Adventures mit 3D-Grafik reanimieren, darunter Grim Fandango, The Longest Journey und Myst 3: Exile. Das ResidualVM-Team stellt gleichzeitig sein eigenes Projekt ein und bringt sich stattdessen bei ScummVM ein.
Darüber hinaus haben die ScummVM-Entwickler die Unterstützung für viele Spiele verbessert. Unter anderem laufen jetzt auch die für den Macintosh gedachten Schwarzweiß-Versionen von Loom und Indiana Jones 3. In vielen auf der Wintermute-Engine basierenden Spielen funktionieren zudem die Achievements. Weitere größere Änderungen hat die Benutzeroberfläche erfahren. Diese nutzt jetzt durchgehend Unicode und passt sich automatisch an hochauflösende Bildschirme an (HiDPI). Alle Neuerungen fasst die offizielle Ankündigung zusammen.



