Intel stellte die zweite Generation des Neuromorphic-Computing-Forschungschips Intel Loihi sowie das Open Source-Software-Framework Lava zur Entwicklung neuro-inspirierter Anwendungen vor.
Beim Neuromorphic Computing werden die Abläufe und Strukturen im biologischen Gehirn mathematisch erfasst und auf Siliziumebene übertragen. Die so entstehende Computing-Architektur ist dynamisch und lernfähig. Sie verspricht insbesondere dann Vorteile, wenn eine Maschine mit einer unvorhersehbaren Umwelt interagieren muss. Mögliche Einsatzszenarien umfassen intelligente Roboterarme, künstliche Haut, und Nachbildungen des olfaktorischen Systems, das beim Menschen für die Wahrnehmung von Gerüchen zuständig ist.
Loihi 2 wurde nach drei Jahren intensiver Forschungsarbeit auf Grundlage des Vorgängers Loihi entwickelt. Der Chip wird bereits unter Einsatz von EUV (Extreme Ultraviolet)-Lithographie in einer Vorproduktions-Variante des Intel-4-Prozesses hergestellt. Er umfasst bis zu eine Millionen Neuronen und ermöglicht eine zehnmal1 schnellere Datenverarbeitung bei verbesserter Energieeffizienz. Lava ist ein offenes, modulares und erweiterbares Software-Framework, das auf heterogenen Architekturen verwendet werden kann. Es ist ab sofort als kostenloser Download erhältlich.





