Der Digitalverband Bitkom hat einer repräsentativen Befragung 502 Unternehmen mit 20 oder mehr Beschäftigten in Deutschland nach dem Datenschutz befragt. Die Hälfte der Unternehmen (50 Prozent) sagte, Deutschland übertreibe es mit dem Datenschutz.
Zwei Drittel (66 Prozent) seien der Auffassung, dass der strenge Datenschutz sowie die uneinheitliche Auslegung des Datenschutzes in Deutschland die Digitalisierung erschwere, teilt der Bitkom mit.
In der Befragung gaben 42 Prozent der Firmen an, dass sie seit der DSGVO-Einführung mehr Aufwand haben – und sich das auch nicht ändern werde. 32 Prozent gehen davon aus, dass der Aufwand weiter steige, heißt es in der Umfrage. 19 Prozent erwarten aber, dass der Aufwand langsam wieder sinke und bei 6 Prozent bestehe kein erhöhter Aufwand mehr.
Mit 65 Prozent hätten die Mehrheit die DSGVO inzwischen vollständig oder größtenteils umgesetzt, teilt der Verband mit. Bei 29 Prozent sei die Umsetzung erst teilweise geschafft und 5 Prozent stehen damit noch ganz am Anfang.

Unternehmen, die die DSGVO nicht vollständig umgesetzt haben, nennen als Hauptgründe dafür, dass Corona andere Prioritäten erzwungen habe (82 Prozent), fast ebenso viele beklagen, dass sich die DS-GVO gar nicht vollständig umsetzen lasse (77 Prozent). 61 Prozent fehlt es an personellen Ressourcen. Rund jedes zweite Unternehmen beklagt fortlaufende Anpassungen wegen neuer Urteile und Empfehlungen der Aufsicht (47 Prozent) und notwendige neue Prüfungen von Datentransfers in Länder außerhalb der EU (45 Prozent).




Wie man der Bitkom Mitgliederliste entnehmen kann, ist auch Google ein Mitglied (https://www.bitkom.org/Bitkom/Mitgliedschaft/Mitgliederliste). Dies hatte mir auch ein Vertreter des Bitkom Verbands mal mitgeteilt. Im Gespräch mit ihm hatte ich sehr deutlich den Eindruck, dass Bitkom nicht als Datenschützer bezeichnet werden kann.
Die Bitkom-Studie zur DSGVO ist daher m.E. einseitig und negativ lobbyistisch zu beurteilen.