Wie unter anderem die New York Times berichtet, musste der weltgrößte Fleischproduzent, der in Brasilien ansässige Konzern JBS, alle neun Produktionsanlagen in den USA vorübergehend stilllegen, nachdem er Opfer einer Ransomware-Attacke geworden war.
Der Angriff war der zweite in kurzer Zeit, der sich gegen eine kritische Infrastruktur der USA richtete, nachdem in der Woche zuvor ein Hackerangriff auf Colonial Pipeline die Benzinversorgung der halben Ostküste lahmlegte und zu Panikkäufen führte. Im Fall JBS werden — selbst wenn die IT-Systeme nach einem Tag wieder hochgefahren werden können — signifikante Auswirkungen auf die Großhandelspreise für Fleisch erwartet.
Als Urheber werden russische Kriminelle vermutet. Das FBI hat Ermittlungen aufgenommen, in die auch die Cybersecurity and Infrastructure Security Agency einbezogen ist. Präsident Biden hatte mit Blick auf den Angriff auf Colonial Pipeline gesagt: “Wir haben in direkter Kommunikation mit Moskau verdeutlicht, dass die verantwortlichen Länder sich mit entschlossem Handeln gegen diese Ransomware-Netzwerke stellen müssen.”





