Mozilla sieht seine Bemühungen um mehr Stabilität des Firefox-Browsers unter Linux durch bessere Crash-Reports belohnt. Die Analyse-Möglichkeiten der Crash-Reports unter Linux seien von 20 Prozent auf 99 Prozent gestiegen.
Möglich wurde das durch die Anpassung der Reports an die Firefox-Versionen der jeweiligen Distributionen. Die Besonderheit bei Linux sei es, dass Nutzer in der Regel Firefox nicht über die Mozilla Builds installieren sondern die ihrer bevorzugten Distribution beiliegende Version, heißt es im Firefox-Entwicklerblog. Daraus erwachse das Problem, dass die Reports aus diesen Binärpaketen der Distributionen sich nicht auswerten ließen, weil die nötigen Symbol-Informationen fehlten, so Mozilla-Entwickler Gabriele Svelto.
Erschwerend sei hinzugekommen, dass Firefox von einer Reihe von Drittanbieter-Paketen wie GTK, Mesa, FFmpeg, und SQLite abhänge. Auch dafür würde man keine guten Analysedaten bekommen, wenn ein Absturz in einem dieser Pakete statt in Firefox selbst auftritt, weil auch dafür die entsprechenden Debug-Symbole fehlen.
Mozilla habe, um dieses Problem zu beheben, damit begonnen, Debug-Informationen für Firefox-Builds und deren Abhängigkeiten aus den Paket-Repositories mehrerer Distributionen zu sammeln, schreibt Svelto. Arch, Debian, Fedora, OpenSUSE und Ubuntu sind genannt. Und da jede Distribution die Dinge ein wenig anders handhabt, seien distro-spezifische Skripte nötig gewesen, die die Liste der Pakete in ihren Repositories durchgehen und die zugehörigen Debug-Informationen finden. Mit diesen Informationen sei man in der Lage 99 Prozent der Absturzberichte zu analysieren, die von Linux-Anwendern kommen, berichtet der Entwickler.





