Kernel-Patch-Affäre: Dokumentation der Linux Foundation

In der Affäre um fingierte Patches, die Forscher der Universität Minnesota an Linux-Kernel-Maintainer schickten, hat die Linux Foundation nun ein Papier veröffentlicht, das den Hergang dokumentiert.

Wie berichtet hatte der Versuch, die manipulierten Patches unterzuschieben dazu geführt, dass Kernel-Maintainer Greg Kroah-Hartman alle Patches, die von der Universität Minnesota stammen zurückgezogen hatte. Die Linux Foundation als Instanz für den Linux-Kernel hat nun den Vorgang dokumentiert und auch eine Auflistung der inzwischen geprüften Patches der Universität veröffentlicht. Das Technical Advisory Board (TAB) der Linux Foundation zeichnet für den Report verantwortlich, der aber auch mit Unterstützung vieler Helfer aus der Community entstanden sei.

Als ein Fazit des Review-Prozesses der ganzen Affäre schreibt die Foundation, dass alle untergejubelten Patches als Fälschungen entdeckt worden seien. Der Review-Prozess der Kernel-Entwickler funktioniere also. Die Foundation mahnt nun an,dass es dringend nötig sei, das Vertrauen zwischen Universitäten und Entwicklern wieder herzustellen. Es könne nicht angehen, dass manipulierte Patches unter falschem Namen eingereicht werden, heißt es im Report, der ausführlich die Prüfung der Patches dokumentiert.

Wie berichtet hatten die Forscher sich entschuldigt, was Greg Krah-Hartman aber nicht gelten ließ. In einer weiteren Veröffentlichung hatten die Forscher ihr Vorgehen dargelegt.

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