Debian wählt neuen Projektleiter

Bei der Wahl zum Debian Projektleiter (DpL) hat sich der amtierende Jonathan Carter gegen die Gegenkandidatin Sruthi Chandran durchgesetzt.

Der 39-jährige Carter tritt damit beginnend mit dem 21. April seine zweite Amtszeit als Projektleiter an. Debian wählt den Projektleiter jeweils für ein Jahr. In seiner Bewerbung für den Posten hatte Carter sich auf administrative Ziele konzentriert. Er will mehr Transparenz in die Finanzen und die Mitgliederverwaltung bringen. Es soll auch eine Policy geben, wie Mitglieder Gelder des Projekts verwenden und beantragen können, etwa für Reisen. Ein weiteres Ziel, das Carter in seiner Bewerbungsplattform formuliert hatte, war die offizielle Anmeldung Debians als Organisation. Bislang steht Debian in Verbindung mit der Organisation Software in the Public Interest (SPI).

Carters Konkurrentin Sruthi Chandran (33) aus Indien hatte sich bereits 2020 als DPL beworben. Sie zählte unter anderem Diversität zu ihren Zielen und wollte die bestehenden Projekte für Frauen und Diversity mit neuem Leben füllen.

Neben der Wahl zum Projektleiter waren die Debian-Mitglieder zu einer weiteren Abstimmung aufgerufen. Bei der ging es um die Reaktion des Debian-Pojekts auf die überraschende Rückkehr Richard Stallmans in den Vorstand der Free Software Foundation. Die insgesamt sieben Wahlmöglichkeiten für eine Reaktion auf diesen Vorgang reichten von der Aufforderung an die FSF, Stallman aus dem Vorstand zu werfen bis zur gegenteiligen Option, die forderte, die Hexenjagd gegen Stallman zu beenden. Das Projekt hat sich schließlich mehrheitlich dafür entschieden, kein Statement abzugeben.

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