Mit GTK 4 ist kurz vor Jahresende noch eine neue Major-Version des GUI-Toolkits erschienen. Version 4 löst das seit 2016 im Freeze befindliche GTK 3 ab.
Nach vier Jahren Entwicklungszeit sei es nahezu unmöglich, die Features und Neuerungen in einem Post zusammenzufassen, schreibt Matthias Clasen, Gnome-Developer in Diensten von Red Hat. Das kurz zusammengefasste Zahlenwerk untermauere das, so Clasen: Seit dem Release von GTK 3.89.1 im November 2016 habe es über 18000 Commits und mehr als 20 Development-Releases gegeben.
Clasen zählt in seinem Beitrag dann auch nur einige Highlights auf, das Media-Playback gehört dazu. Die Fähigkeit, Drag-and-Drop in die GUIs zu integrieren ist mit einem Solitair-Spiel demonstriert. Layout-Manager und Transformationen der GUIs, etwa in Kugelform sind wie Shaders sowie skalierbaren Listen ebenfalls neu.

Drag-and-Drop-Fähigkeiten in GTK 4. Quelle: GTK
Mit dem Release von GTK 4 als stabile Version ende der Support für GTK 3 noch nicht, schreibt Clasen. Man werde GTK 3 noch auf absehbare Zeit unterstützen, die jüngste Ausgabe 3.24.24 sei soeben erschienen. Das End-of-Life sei aber nun für GTK 2 erreicht. In den kommenden Tagen werde es noch ein letztes Release dafür geben, dann müssten die Nutzer auf GTK 3 oder GTK 4 umsteigen.




