Der russische Sicherheitsexperte Kaspersky Labs haben bei Angriffen mit Ransomware auf Firmen eine neue Strategie der Angreifer ausgemacht. Statt der Verschlüsselung von sensiblen Daten drohen die Angreifer mit der Veröffentlichung sensibler Daten, um Lösegeld zu erpressen.
Die Analyse von aktuellen Ransomware-Angriffe zeige, dass Cyberkriminelle von einer reinen Verschlüsselung weggehen und hin zu Attacken mit der Drohung, vertrauliche Daten zu veröffentlichen. Kaspersky hat diese Strategieänderung bei der Analyse der beiden Ransomware-Familien Ragnar Locker und Egregor entdeckt.
Ransomware-Angriffe zählen zu den ernst zu nehmenden Angriffsszenarien, die im bei Angriffen, etwa durch WannaCry schätzungsweise mehr als 4 Milliarden Dollar an finanziellen Verlusten verursacht haben, teilt Kaspersky mit. Ragnar Locker und Egregor drohen nun damit, gestohlene Firmeninformationen an die Öffentlichkeit zu bringen
Ragnar Locker sei im Jahr 2019 entdeckt worden. In der ersten Hälfte des Jahres 2020 sei er durch Angriffe auf große Unternehmen bekannt geworden. Die Attacken seien zielgerichtet und auf das Opfer zugeschnitten, teilt Kaspersky mit. Weigern sich Unternehmen zu zahlen, drohe ihnen die Veröffentlichung ihrer Daten auf einer “Wall of Shame”-Seite der Cyberkriminellen. Hauptziele seien Unternehmen in den USA aus verschiedenen Branchen. Die Betreiber hinter Ragnar Locker hätten zudem im Sommer bekannt gegeben, dass sie dem Maze-Ransomware-Kartell beigetreten seien. Dies bedeutet, dass es seitdem zu einem Austausch gestohlener Informationen und konkreter Zusammenarbeit gekommen sei. Maze habe sich 2020 zu einer der bekanntesten Ransomware-Familien entwickelt, teilen die Sicherheitsexperten mit.
Egregor sei im September entdeckt worden. Die Malware verwende identische Taktiken und teile Code-Ähnlichkeiten mit Maze. Üblicherwese lande sie durch einen Einbruch in das Netzwerk beim Opfer. Seien die Daten dann gestohlen, bekomme das Opfer 72 Stunden Zeit, um das Lösegeld zu zahlen, bevor sie veröffentlicht werden. Der Angriffsradius von Egregor sei wesentlich größer als von Ragnar Locker und schließe Europa und Asien mit ein.






