Die neue Version 3.38 der beliebten Desktop-Umgebung Gnome kann jetzt unter Wayland mehrere angeschlossene Monitore mit unterschiedlichen Bildwiederholraten betreiben. Die App-Ansichten “Häufig” und “Alle” ersetzt das flexiblere App-Grid.
In dieser Ansicht können Anwender die installierten Apps selbst anordnen und in Ordnern gruppieren. Die Bildschirmaufzeichnung nutzt jetzt unter der Haube das Framework Pipewire und entsprechende Kernel-APIs. Dies soll den Ressourcenverbrauch reduzieren und die Reaktionsgeschwindigkeit verbessern.
In den Systemeinstellungen lässt sich die Kindersicherung über den gleichnamigen Punkt im Bereich “Benutzer” konfigurieren. Auf diesem Weg dürfen Administratoren Apps aus der Anwendungsübersicht entfernen – der entsprechende Nutzer kann sie dann nicht mehr starten. Zudem darf der Administrator auswählen, welche Anwendungen ein Nutzer über “Software” installieren kann.
Die Systemeinstellungen offerieren eine neue Schnittstelle für die Registrierung von Fingerabdrücken. Bei gesperrtem Bildschirm lassen sich USB-Geräte blocken. Im Systemmenü erscheint zudem auf Wunsch der Ladestand der Batterie in Prozent.
Neben diesen grundlegenden Änderungen erhielten auch die zu Gnome gehörenden Apps einige neue Features. So bietet der Browser “Web” jetzt einen intelligenten Trackingschutz. In den Datenschutzeinstellungen können Anwender Websites davon abhalten, Daten im sogenannten Local Store des Browsers abzulegen. “Web” übernimmt Passwörter und Lesezeichen aus Google Chrome. Den Passwort-Manager, die Einstellungen und die Verlaufsdialoge haben die Entwickler überarbeitet. Einzelne Tabs lassen sich stumm schalten, darüber hinaus spielt der Browser Videos mit Ton nicht mehr automatisch ab.
Die Entwickler haben die App “Karten” für die Telefonnutzung vorbereitet. Anwender können Beschriftungen in der Satellitenansicht einblenden. Darüber hinaus lässt sich Karten in einen Nachtmodus versetzen.
Die App “Games” geht flotter zu Werke und zeigt Suchergebnisse in der Übersicht an. Spiele lassen sich thematisch in Gruppen zusammenfassen, zudem unterstützt Games jetzt auch Nintendo-64-Spiele. Ein Spiel oder einen Emulator startet die App in einem zweiten Prozess. Sollte das Spiel oder der Emulator abstürzen, läuft Games dennoch weiter.
Nach der Einrichtung der Desktop-Umgebung startet die App “Tour”, die neue Nutzer kurz in die Bedienung von Gnome einführt. Bildschirmfoto und den Sound Recorder haben die Entwickler ebenfalls optisch überarbeitet. Anwender können Schlummeralarme und Klingeldauer einrichten, zudem haben die Entwickler den Dialog “Weltzeituhr hinzufügen” umgestaltet. „Fotos“ bekam einen neuen Filter spendiert.
Sämtliche Neuerungen stellen die offiziellen Release Notes vor.




