Apaches verteilte Stream-Processing-Plattform Kafka bringt in der neuen Version 2.6 allerlei Verbesserungen mit. Die betreffen neben der Performance auch die Sicherheit: TLS v1.3 ist nun standardmäßig aktiviert.
Ab Java 11 ist in Apache Kafka nun TLS v1.3 das Standardprotokoll für Transportverschlüsselung, davor ist es TLS v1.2. Die Versionen 1.0 und 1.1 sind bereits seit Version 2.5 deaktiviert, lassen sich aber im Notfall wieder einschalten. In Sachen Java unterstützt Apache Kafka 2.6 nun auch Version 14, die Scala-Standardversion ist nun die 2.13. Weiterhin kommt Kafka dem Ziel näher, Zookeeper durch eine interne Raft-basierte Konsensfindung zu ersetzen.
Schneller ist Kafka unter anderem beim Herunterfahren der Broker oder bei deren Partition Count. Auch die Producer legen an Fahrt zu, wenn sie Kompression verwenden. Daneben benötigen bestimmte Prozesse der Rechtverwaltung (ACL) weniger Zeit und weniger Speicher.
Mehr Metriken, mehr Kommandozeile
Daneben gibt es verschiedene von Kafka-Nutzern nachgefragte Verbesserungen, die den Umgang mit der Software erleichtern. So bringt der Admin-Client nun eine einfach Möglichkeit mit, Quotas anzubringen. Das “kafka-configs.sh”-Kommandozeilen-Tool erlaubt es, Optionen auf der Kommandozeile zu übergeben, die dann Kafka dann in eine Konfigurationsdatei schreibt. Auf den Maschinen, auf denen Kafkas Broker läuft, lassen sich nun die Metriken für die Festplattennutzung tracken.
Weiterhin dürfen neuerdings Source Connectors in Kafka Connect themenspezifische Einstellungen für neue Themen vornehmen. Zudem lassen sich die HTTP Response Header für Kafka Connects REST-API-Antworten ändern. Das erlaubt es, unternehmensweite Vorgaben einzuhalten. Änderungen gibt es zudem auch für Kafka Streams, die nun ein flüssigeres Scaling Out beherrschen. Es gibt einige neue Metriken abzufragen, einige nicht so sinnvolle werden wieder eingestampft. Die komplette Liste an Neuerungen liefert der zugehörige Blogpost.



