Unity8 und die damit verbundenen Projekte erhalten einen neuen Namen: Lomiri. Für den Namenswechsel gebe es technische und soziale Gründe.
In einem Blogpost schreiben die UBPorts-Entwickler über die Namensänderung und nennen auch die Gründe dafür. Wichtig ist ihnen, zu betonen, dass dieser nicht als Reaktion auf rechtlichen Druck durch Canonical oder die Ubuntu-Community passiert, sondern aus anderen Überlegungen heraus.
Zum einen gehe es um die Verwechslungsgefahr. Den Namen Unity verbinden viele Menschen vor allem mit der gleichnamigen 3D-Engine. Das habe immer wieder zu Verwirrung geführt. So erhielt das Unity8-Projekt regelmäßig Anfragen, wie sich 3D-Modelle und Meshes in die Shell einbinden lassen.
Zum anderen stießen die Entwickler beim Bau von Paketen für Debian und Fedora auf das Namensproblem: Der Name Ubuntu taucht bei einigen Komponenten auf, was laut den Paketbauern Probleme bei der Aufnahme in andere Distributionen verursachen könnte. Daher heißt das Shell-Projekt “unity8” nun “lomiri”, das “ubuntu-ui-toolkit” wird zum “lomiri-ui-toolkit”, der “ubuntu-download-manager” zum “lomiri-download-manager” und so weiter. Auch die Schnittstellen wechseln ihren Namen: So heißt der “Ubuntu.Components” QML-Import nun “Lomiri.Components”.
Allerdings gibt es auch einige Dinge, für die das Projekt keine neuen Namen wählt. Ubuntu Touch heißt weiterhin so, ebenfalls der OpenStore der Anwendungen dafür mitbringt. Zugleich will UBPorts für die Ubuntu-Touch-Images die Rückwärtskompatibilität gewährleisten. Normale Nutzer sollten von den Namenswechseln ohnehin nichts mitbekommen, Entwickler stolpern nur an wenigen Stellen darüber.




