Im Zuge der Hashiconf hat Hashicorp eine eigene Cloud-Plattform angekündigt. Das Unternehmen, das hinter Tools wie Terraform, Vagrant und Consul steckt, will damit ein Cloud-übergreifendes Ausrollen von Infrastruktur ermöglichen.
Die Hashicorp Cloud Platform (HCP) soll den Kunden künftig dabei helfen, die Produkte des Unternehmens auch dann einfach einsetzen zu können, wenn sich die Infrastruktur auf verschiedene Public-Cloud-Anbieter (etwa AWS, Azure oder GCP) und zugleich auf eigene Server verteilt. Derzeit steckt die HCP offenbar noch in den Kinderschuhen, der erste verfügbare Dienst ist Consul. Die Software befindet sich in einer Private Beta und unterstützt derzeit nur AWS. Auch Vault-Support für AWS soll bald folgen. Langfristig will Hashicorp es laut einem Post ermöglichen, Cluster automatisiert, sicher und einfach auf alle Public Clouds auszurollen. Das soll nicht mehr als einen
Trotz verschiedener unterstützter Cloud-Anbieter soll HCP einen einheitlichen Workflow und ein Set an APIs benötigen, um die Produkte auszuliefern. Das Hashicorp Virtual Network (HVN) soll dabei eine Abstraktion für alle Cloud Provider liefern. Jedes HVN kann dabei mehrere Dienste ausliefern und soll in Zukunft Verbindungen zu anderen Diensten in den Clouds ermöglichen. Dabei gibt es verschiedene Wege für das Identitäts-Management, das zum Bespiel über Github und SSO stattfindet. Der erste angebotene Dienst, HPC Consul, erlaubt es, Workloads in einem Service Mesh über Amazons Dienste hinweg zu verwalten, etwa über EKS, EC2, AWS Lambda und weitere. Weitere Details zum Aufbau von HPC Consul, die für Admins von Interesse sein können, liefert der Blogpost.
Nomad 0.12
Auch diverse Neuerungen für Nomad kündigte Hashicorp im Zuge der Konferenz an. Nomad ist eine einfache Orchestrierungssoftware, um Container und native Anwendungen On Premise und in Cloudumgebungen auszurollen und zu verwalten. Trotz der kleinen Versionsnummer ist Nomad laut Hashicorp bereits bei einigen Unternehmen im Einsatz. Ein Multicluster-Deployment-Feature ist dabei die zentrale Neuerung der aktuellen Version. Mit dem Enterprise-Feature lassen sich Anwendungen nahtlos auf föderierte Nomad-Cluster ausrollen, wobei sich der Ausrollprozess konfigurieren und auch um Rollback-Strategien ergänzen lässt.
Nomad unterstützt daneben CNI, das Container Network Interface. Multi-Interface Networking erlaubt es, Anwendungen ihre gewünschten Netzwerkschnittstellen zuzuweisen. Das klappt, weil Nomad automatisch Fingerprinting für alle Schnittstellen und IP-Adressen vornimmt. Zudem gibt es Support für die Docker-Alternative Podman und eine Snapshot-Möglichkeit für die Clusterzustände. Welche Neuerungen noch in Nomad 0.12 stecken, verrät ein Video von der Konferenz.




