GTK4 bettet Animationen besser in GUIs ein

GTK4-Anwendungen sollen es künftig leichter machen, Animationen, aber auch Filme oder Livestreams anzuzeigen. Dabei sollen so genannte Paintables helfen.

Bislang war es nicht immer einfach, Animationen in GTK-Anwendungen zu integrieren, wie Entwickler Matthias Clasen in einem Blogpost schreibt. für Zeichnungen sei bislang “GdkPixbuf” verantwortlich gewesen, für Animationen “GdkPixbufAnimation”. Das aber ist, so Clasen, kein sonderlich erfolgreiches API, was sich mit GTK4 ändern soll.

Das Gimp Toolkit kommt unter anderem beim Programmieren von Gnome-Anwendungen zum Einsatz. GTK ist in C geschrieben, die Anwendungen dafür sind es auch. GTK4 soll für Animationen ein neues API namens “GdkPaintable” erhalten. Das orientiert sich an Houdini, einem Painting-API für CSS (Cascading Style Sheets). Alles was sich zeichnen lasse, könne künftig auch ein “GdkPaintable” oder kurz Paintable sein, schreibt Clasen, seien es SVGs oder Webm-Inhalte.

Dynamische Grafik

Zu den möglichen Inhalten für Paintables gehören auch Texturen, Icons und Widgets, die dank GTK4 keine Pixelgrafiken mehr sein müssen. Dabei sollen Widgets wie “GtkPicture”, die bislang Bilder anzeigen, künftig auch Paintables integrieren. Deren Inhalt darf sich verändern. Das “::contents-changed”-Signal löst eine solche Transformation aus, woraufhin sich das dazugehörige Widget, etwa “GtkPicture”, aktualisiert.

Paintables, die ihren Inhalt verändern, lassen sich dabei über das “GtkMediaFile”-API aus Dateien laden. Dieses High-Level-API lädt das Objekt aus einer URI und kontrolliert es über Abspiel- und Pause-Funktionen. Es lässt sich wahlweise mit Ffmpeg oder Gstreamer verknüpfen. Clasen zeigt auch ein weiteres kleines Projekt: Über die Kombination aus GtkVideo, Libportal und Pipewire bettet er einen Videostream in eine GTK-Anwendung ein.

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