Eine neue Ausgabe des Virtual-Reality-Desktops Xrdesktop ist erschienen. Dieser will Gnome und KDE VR-fähig machen, die neue Version 0.14 bringt die bislang meisten Änderungen mit.
XR steht für Extended Reality und dient oft als Überbegriff für Virtual, Augmented und Mixed Reality. Auch in solchen Umgebungen sollten Anwender nicht auf ihren Desktop verzichten, denken sich Valve und Collabora und arbeiten daher an Xrdesktop, das Desktops unter anderem in die virtuelle Realität verfrachten soll.
Als größte Neuerung bezeichnen die Entwickler in ihrer Ankündigung, dass Xrdesktop nun auf XR-Runtimes läuft, die das Open-XR-API anbieten. Dazu gehört auch Monado, weshalb der Browser künftig auf einem kompletten Open-Source-Stack thront. Zudem gibt es Updates für das Open-VR-Backend, das in Version 1.11 mit der neuesten Steam-VR-Version zusammenarbeitet. Xrdesktop 0.14 rendert außerdem im Scene-Modus die komplette Desktop-Umgebung im internen Vulkan-Renderer, zusätzlich zum vorhandenen Overlay-Modus.
Generell sorgt Xrdesktop dafür, dass Window-Manager VR-fähig werden, was auch eine Interaktion mit Desktops wie Gnome und KDE ermöglicht. Die neue Version von Xrdesktop unterstüzt nun auch die neuesten Version von Kwin und Gnome Shell. Es ist zugleich einfacher, Xrdesktop unter Debian und Ubuntu zu installieren. Es gibt ein Paket für Debian Sid und ein PPA für Ubuntu. Arch-Linux-Anwender finden ebenfalls passende Pakete.


