Debian wählt den Projektleiter

Die Amtszeit des aktuellen Debian Project Leaders (DPL) Sam Hartman endet turnusgemäß nach einem Jahr im April. Hartman stellt sich nicht mehr zur Wahl. Drei Kandidaten treten stattdessen an.

Wie bei Debian üblich haben die drei Kandidaten eine Wahlplattform online gestellt, in der sie sich zu ihren Zielen und Wünschen äußern und sich selbst vorstellen.

Mit Sruthi Chandran bewirbt sich eine Frau für den Posten des DPL, was eine Premiere sein dürfte. Die 32jährige Inderin beteiligt sich seit 2016 am Debian Projekt. Zuvor war sie Bibliothekarin. Inzwischen ist sie bei Debian in den Teams von Ruby, Javascript und Golang tätig und auch als Maintainerin. Außerdem leitet sie das indische Debconf-Team. Ihr Anliegen als DPL wäre es unter anderem, die Situation für Frauen und Diverse bei Debian zu verbessern. Auch den Umgngston, der oft recht rüde ist, würde sie gerne auf ein erträgliches Level bringen. Außerdem möchte sie eine zugängliche Leiterin sein, die offen für Ideen und Vorschläge ist.

Der 38jährige Jonathan Carter hatte bereits bei der vergangenen Wahl kandidiert. Auch er würde gerne die bei Debian oft vorhandene Dramatik aus den Diskussionen nehmen und sich im Community-Building engagieren und dort die Kommunikation verbessern. Außerdem würde er gerne die Online-Tools verbessern, um Reisen zu sparen. Er sähe Debian auch gerne als Projekt, dass für mehr Innovationen steht.

Der dritte Kandidat, Brian Gupta, hat nur ein Ziel, er will Stiftungen für Debian in Europa und den USA gründen. Er sieht sich durch die Organisation Software in the Public Interest (SPI) schlecht vertreten und bemängelt, dass dort inzwischen rund 5 Prozent der Spenden von Debian für die Verwaltung hängen bleiben. Die gemeinnützige SPI ermöglicht es Debian, Spenden zu sammeln.

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