Hawk: HLRS nimmt schnellsten Supercomputer Deutschlands in Betrieb

Am Höchstleistungsrechenzentrum der Universität Stuttgart (HLRS) ist der der neue Supercomputer „Hawk“ in Betrieb genommen worden. Hawk ist ein Apollo 9000 System von Hewlett Packard Enterprise (HPE) mit einer Spitzenleistung von rund 26 Petaflops (26 Milliarden Gleitkommaoperationen pro Sekunde).

Wie das HLRS mitteilt, ist der Hawk das schnellste General-Purpose-System für universelle Anwendungen im akademischen und industriellen Bereich in ganz Europa. Hawk nimmt den fünften Platz in der Top-500-Lite der schnellsten Supercomputer ein, lässt das Rechenzentrum wissen.

Supercomputer Hawk. Quelle: Universität Stuttgart / HLRS

Für den Hawk haben HLS und HPE 11264 wassergekühlte Prozessoren (AMD EPYC Rome 7742) mit 64 Cores und 2,25 GHz Taktfrequenz verbaut. Auf jeden der 5632 Nodes entfallen zwei CPUs. Insgesamt kommen 90112 Speichermodule zum Einsatz, was einen Systemspeicher von rund 1,44 Petabtes ergibt, so das HLRS. An Festplattenkapazität ergeben die 2400 Disks rund 25 Petabytes. Im Regelbetrieb soll der Supercomputer 3,5 Megawatt benötigen.

Der Hawk hat rund 38 Millionen Euro gekostet, wovon vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg die Hälfte übernommen wurde. Die zweite Hälfte steuerte das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) bei.

Zu den Aufgaben des Rechners zählen laut der Mitteilung des HLRS Berechnungen zur Energieeffizienz von Windkraftanlagen, der Optimierung von Motoren und Kraftwerken, oder der Verbesserung von Aerodynamik im Flugzeug- und Automobilbau. Hawk könne etwa die Lärmentwicklung eines ganzen Flugzeugs detailliert simulieren, so die Wissenschaftler. Weitere Einsatzgebiete sind Klimamodelle und Pandemieforschung

Hawk sei auch zentraler Bestandteil der deutschen und baden-württembergischen Strategien für Höchstleistungsrechnen. Von seiner Inbetriebnahme sollen computergestützte Wissenschaften profitieren, etwa im Bereich der Simulation und der künstlichen Intelligenz. Bis zu 10 Prozent von Hawks Rechenzeit soll der privaten Wirtschaft zur Verfügung stehen.

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