Open Switch wird neues Projekt unter dem Dach der LF Networking. Das kündigte deren Chef, Arpit Joshipura, in seiner Keynote auf dem Open Networking Summit Europe an.
Open Switch ist ein freies Netzwerk-Betriebssystem. Neuerdings gehört es zu den zahlreichen Projekten von LF Networking, dem Netzwerk-Zweig der Linux Foundation. Den Wechsel kündigte Arpit Joshipura, Chef der LF Networking, auf dem heute im belgischen Antwerpen gestarteten Open Networking Summit an (Abbildung 1).

LF-Networking-Chef Arpit Joshipura hielt die Keynote auf den Open Networking Summit Europe 2019 in Antwerpen.
Open Switch, oder kurz OPX, basiert auf einem unmodifizierten Debian. Seine Macher bezeichnen es als Network Operating System (NOS). Es legt den Fokus auf Netzwerk-Einsätze, lasse sich an die Netzwerk-Bedürfnisse der Nutzer anpassen und komme bereits im kommerziellen Umfeld zum Einsatz.
Besser integriert
Open Switch biete Support für L2- und L3-Protokolle und lasse sich in Rechenzentren und Unternehmen einsetzen. Aus diesem Umfeld kommt es letztlich auch: HPE schob die Entwicklung des Systems 2014 an, später übernahmen andere die Weiterentwicklung, darunter Dell EMC und Broadcom.
Laut einem Interview mit Joe Ghalam, dem Vorsitzenden des technischen Komitees von Open Switch, gibt es verschiedene Gründe für das Projekt, sich der LF Networking anzuschließen. Bereits zuvor hatte das Projekt zwar mit der Linux-Foundation zusammengearbeitet, Teil von LF Networking zu werden, ergebe aber für ein Netzwerkprojekt mehr Sinn. In der Rolle könne das Projekt auch Teil des Netzwerk-Stacks werden, an dem die LF Networking arbeitet: Dieser soll die verschiedenen offenen Netzwerkprojekte miteinander verzahnen.




