Das quelloffene Farmbot OS treibt die Open-Hardware-Farmbots des gleichnamigen Projekts an. Version 8.0.0 bringt neue Features mit und läuft offline stabiler.
Neu eingeführte Variablen ersparen den Farmbot-Betreibern Wiederholungen beim Instruieren der Bots. Das betrifft zum Beispiel das Bewässern von Pflanzen. Bislang mussten Besitzer eine Befehlssequenz für jede Pflanze wiederholen. Nun schreiben sie die Sequenz einmal und versehen sie mit einer Variablen. Diese ersetzen sie dann mit Ortsangaben für die Pflanzen. Zugleich legen die Entwickler die Fundamente, um künftig mehrere Variablen einzusetzen und für Loop-artige Funktionen.
Die Netzwerk-Bibliothek läuft zudem stabiler. Beim Einrichten eines Farmbot erscheint nun ein Captive-Portal-artiger Konfigurationsbereich. Weil die Firmware-Auswahl und der Flash-Prozess fehlen, arbeitet der neue Konfigurator schneller und zielführender. Farmbot OS entscheidet nun selbst, welche Firmware die eingesetzte Hardware benötigt. Auch bei den Logs gibt es Optimierungen. Farmbot OS speichert diese nun auch, wenn die Farmbots keinen Internetzugang haben. Sind sie wieder online, werden die Logs aktualisiert.
Besser offline
Auch offline arbeiten die Farmbots dank Farmbot OS 8.0.0 zuverlässiger. Ein Problem bleibe aber laut Ankündigung bestehen: Der Raspberry Pi beherrscht keine Echtzeitmessung. Das führe dazu, dass die interne Uhr von der tatsächlichen Zeit abweiche, wenn der Raspberry Pi länger nicht im Internet hängt. Dadurch würden Sequenzen irgendwann zur falschen Zeit ausgeführt. Neuere Hardware soll eine Echtzeit-Uhr an Bord haben.
Weil Farmbot OS die Installationsprotokolle im API speichert, lassen sich ein Reset mit Neuinstallation besser durchführen. Der Farmbot erinnert sich dann, welche Drittanbieter-Module ihm noch fehlen. Nicht zuletzt ist ein Feature für automatisierte Tests an Bord: Assertions erlauben es den Herstellern der Farmbots, Software und Hardware eingehender zu testen. Sie lassen sich auch von Farmbot-Besitzern mit Programmierkenntnissen verwenden.




