Die Gnome Foundation und der KDE e.V. planen eine gemeinsame Konferenz: Der Linux App Summit soll Mitte November in Barcelona stattfinden. Auf ihm wollen beide Communities die Linux-Desktops voran bringen.
Die für den 12. bis zum 15. November 2019 geplante Konferenz ist die erste gemeinsame seit dem Desktop Summit 2009. Sie soll das Wachstum für den FOSS-Desktop stärken, beim Entwickeln qualitativ hochwertiger Apps helfen, aber auch über Möglichkeiten einer Entlohnung von FOSS-Entwicklern nachdenken. Dazu sollen auf dem Linux App Summit Desktop- und Kernel-Entwickler, Designer und Nutzer zusammenarbeiten.
Laut Agenda will man in Barcelona unter anderem diskutieren, wie sich Anwendungen am besten erzeugen, paketieren und verteilen lassen. Es geht um Design und das Benutzererlebnis, um Kommerzialisierung und Plattformen, über die sich Ideen und Entwicklungen teilen lassen. Aleix Pol Gonzalez, der zum Vorstand vom KDE e.V gehört, schreibt, dass die Zusammenarbeit in der Vergangenheit dazu geführt habe, dass die Summe größer wurde als die einzelnen Teile.
Nicht erfolgsverwöhnt
Tatsächlich könnte der Linux-Desktop ein paar Erfolge gebrauchen, denn der große Durchbruch, das “Jahr des Linux-Desktops” wurde zumindest bislang nicht realisiert. Während einige Linux-Nutzer die verschiedenen Desktops, Window Manager, Paketmanagementsysteme und funktional ähnlichen Programme gern als Vielfalt loben, lässt sich die Zersplitterung des Linux-Desktops durchaus auch kritisieren. Der ohnehin überschaubaren Desktop-Community fehlt nicht nur eine gemeinsame Entwicklungsplattform, sondern auch die Integration der Anwendungen in den Desktop funktioniert oft nur mäßig.
Auch dieses Thema könnte daher auf dem Linux App Summit (LAS) zur Sprache kommen. Wie die Teilnehmer das Programm konkret gestalten, wird sich allerdings erst in naher Zukunft klären. Aktuell läuft der Call for Papers, der am 31. August endet. Hier lassen sich Ideen für Talks in Barcelona einreichen.



